"Keine Angst" von Danger Dan und Igor Levit ist kein bloßer Kommentar zur politischen Lage und sorgt noch vor dem Release für Ärger mit dem Sender.

Mainz (map) - Kurz vor der Aufzeichnung der 100. Ausgabe von "Die Anstalt" hat das ZDF einen geplanten Auftritt von Danger Dan gestrichen. Der Musiker sollte gemeinsam mit Pianist Igor Levit den neuen Song "Keine Angst" präsentieren, der sich mit Widerstand gegen Rechtsextremismus beschäftigt. Stattdessen legte die Intendanz kurzfristig ihr Veto ein. Für Danger Dan ist die Ausladung ein Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit – und zugleich das jüngste Kapitel einer inzwischen erstaunlich konstanten Konfliktgeschichte mit dem öffentlich-rechtlichen Sender.

Das ZDF zieht die Reißleine

Das ZDF begründet die Ausladung mit dem Inhalt des Songs. Einzelne Passagen könnten als Aufruf zu Gewalt verstanden werden und stünden damit im Widerspruch zu den Programmrichtlinien des Senders. Deshalb habe man entschieden, den Auftritt nicht stattfinden zu lassen. Stattdessen wolle man sich zu einem späteren Zeitpunkt journalistisch mit dem Lied auseinandersetzen.

Nach Angaben von Danger Dan und seiner Promotion-Agentur lag der Song dem ZDF bereits seit Wochen vor. Demnach habe auch die Rechtsabteilung des Senders zunächst keine Einwände erhoben. Eine schriftliche Begründung für das kurzfristige Veto habe der Musiker bis heute nicht erhalten. Das Team von "Die Anstalt" soll den Song bereits fest in die Jubiläumsausgabe eingeplant und die Sendung entsprechend umgeschrieben haben. Laut Danger Dan habe es auch innerhalb der Redaktion Protest gegen die Entscheidung der Intendanz gegeben.

Worum es im Song geht

"Keine Angst" ist allerdings weit mehr als ein klassischer Protestsong. Danger Dan belässt es nicht bei einem Appell gegen Rechtsextremismus, sondern entwirft über knapp sieben Minuten eine Art Aktionsplan für antifaschistische Organisierung. Der Song handelt von der Gründung lokaler Gruppen, beschreibt konspirative Kommunikationswege, ruft zu Recherchen über rechte Netzwerke und sogenannten Outing-Aktionen gegen Neonazis auf. Im letzten Drittel wird der Ton deutlich kämpferischer: Danger Dan fordert dazu auf, sich auf mögliche Konfrontationen mit Rechtsextremen vorzubereiten und deutet weitere Schritte nur noch an. Zeilen wie "Koordiniert euch, fangt an zu trainier'n" oder "Habt Überraschungen dabei wenn sie komm'" gehören zu den Passagen, die das ZDF als problematisch einstuft.

Zwischen Vorsicht und Vorzensur

Dass ein öffentlich-rechtlicher Sender problematische Inhalte sorgfältig prüft, gehört zu seinem Auftrag. Die kurzfristige Absage wirft dennoch Fragen auf. Wenn ein Beitrag trotz vorheriger Prüfung erst unmittelbar vor der Aufzeichnung gestoppt wird, entsteht zwangsläufig der Eindruck, dass hier nicht allein juristische, sondern auch politische Erwägungen eine Rolle gespielt haben könnten. Genau diesen Vorwurf erhebt Danger Dan, der von einem autoritären Eingriff spricht und der ZDF-Intendanz vorwirft, ein antifaschistisches Lied aus dem Programm verbannt zu haben.

"Die Anstalt" gehört seit Jahren zu den wichtigsten politischen Satiresendungen im deutschen Fernsehen und greift regelmäßig gesellschaftliche und politische Konflikte auf. Die Sendungsmacher kritisierten die Entscheidung des ZDF auf Instagram mit den Worten "Wir, 'Die Anstalt', distanzieren uns von dieser Entscheidung des ZDF" und kündigten für die Sendung am Dienstag ein "ausführliches Statement an.

Eine Geschichte mit Vorgeschichte

Für Danger Dan ist der Konflikt mit dem ZDF alles andere als neu. Bereits sein Auftritt mit Jan Böhmermann zu "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" sorgte hinter den Kulissen für erheblichen Streit. Später berichtete Böhmermann, der Auftritt sei einer der wenigen Momente gewesen, in denen er beim Sender laut geworden sei.

Auch bei der Verleihung des Opus Klassik geriet Danger Dan mit dem ZDF aneinander. Damals schnitt der Sender eine AfD-kritische Passage aus einer Laudatio heraus. Nachdem der Musiker die ungekürzte Version selbst veröffentlicht hatte und öffentliche Kritik laut wurde, entschuldigte sich das ZDF und stellte die ursprüngliche Fassung im Stream wieder her.

Die aktuelle Ausladung reiht sich damit nahtlos in eine Serie von Auseinandersetzungen ein, in denen es immer wieder um dieselbe Frage geht: Wie weit darf politische Kunst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gehen – und wer entscheidet letztlich darüber?

Fotos

Antilopen Gang

Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger) Antilopen Gang,  | © laut.de (Fotograf: Manuel Berger)

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16 Kommentare mit 219 Antworten

  • Vor 25 Tagen

    Es ist mir ein absolutes Rätsel, warum nicht wenigstens der Versuch unternommen worden ist oder wird, die AfD zu verbieten. Erst vor einigen Wochen gab es doch ein sehr aussagekräftiges Gutachten, dass stringent aufgezeigt hat, inwiefern die AfD verfassungsfeindlich ist.

    • Vor 25 Tagen

      weil die afd vom system gewollt ist. die afd wird nix am status quo ändern aber bindet viele frustrierte und zt radikale mit der illusion doch was ändern zu können. so versuchen diese leute nix, was den status quo idT ändern könnte

    • Vor 25 Tagen

      ...und, viele linke oder potentiell tatsächlich Kapitalismuskritische Parteien/Bewegung werden ob der medialen Präsenz der AfD im Keim erstickt, weil dann so getan werden kann, als würden Eliten und deren Pläne durchkreuzt. Gut durchschaut, Scroto.

    • Vor 24 Tagen

      Was Scroto sagt.

    • Vor 24 Tagen

      @Scroto&Caps. Der Landesverband der AfD in Sachsen-Anhalt gilt doch als gesichert rechtsextrem. Dort finden im September Wahlen statt. Laut letzten Umfragen liegt die AfD dort bei 41%, womit eine absolute Mehrheit nicht ausgeschlossen wäre, Tendenz leider steigend. Sollte das passieren, wird dort doch auf alle Fälle etwas am Status Quo geändert. Das wäre eine Katastrophe.

    • Vor 24 Tagen

      Einerseits ja, andererseits sind halt die entscheider dumm oder ignorant genug.

    • Vor 24 Tagen

      Und Sachsen-Anhalt ist zumindest nicht Preußen, weswegen das wohl noch nicht zur Machtergreifung führen wird.

    • Vor 24 Tagen

      Das zugrundeliegende Problem ist und bleibt halt, dass die Spitzenpolitik nicht an den Belangen des Volkes interessiert ist, und das ist am Ende des Tages auch nur ein Belang des Volkes.

    • Vor 24 Tagen

      Na ja, immerhin kann Jens Spahn nicht mehr so schnell nach der Macht greifen. Sein Rückzug ist eine sehr gute Nachricht. Furchtbarer Typ.

    • Vor 24 Tagen

      Immerhin hat er den Rückzug vollzogen. Nicht ehrenwert, aber das mindeste, das er tun konnte, hat er getan und damit weiteren Schaden verhindert.

    • Vor 23 Tagen

      Vermutlich wurde die Leihmutterschaft von außen an ihn herangetragen, ungefähr so, wie jemand von der Fifa als InsideJob das Umfeld von Trump kontaktierte, bitte anzurufen, um die Leute davon abzulenken, dass es eigentlich völlig egal ist, wer in den USA was bombadiert. Kann mich nicht erinnert, dass es große Grill-Diskussionen gab, als Libyen und/oder Syrien bombadiert worden sind. Finde es schon krass, dass er seine eigenen Werte verraten hat, obwohl er konservativ ist. Dass jetzt noch eine Frau ihn ersetzen soll womöglich, setzt dem Ganzen natürlich ob der Möglichkeit, dass sie ebenfalls Leihmutter potentiell sein könnte - in einem anderen Land natürlich, damit es legal ist - die Krone auf. Finde, Deutschland hat sich pünktlich zur WM mal wieder doppelt und dreifach blamiert. Wo soll die Stringenz zukünftig herkommen?

  • Vor 25 Tagen

    "Die aktuelle Ausladung reiht sich damit nahtlos in eine Serie von Auseinandersetzungen ein, in denen es immer wieder um dieselbe Frage geht: Wie weit darf politische Kunst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gehen – und wer entscheidet letztlich darüber?"

    Unfassbar wichtige und geniale Frage. Ich würde fast vermuten, dass da keiner darüber entscheidet, außer einzelne Paragraphen des StGB. Ansonsten ist aushalten gefragt. Mich würde ansonsten nur noch interessieren: würde es in der von Danger Dan postulierten Systemanpassung eigentlich noch Banken und Versicherungen geben, weiß das zufällig jemand? Hab' jetzt grad' keinen Bock auf Lyrikanalyse.

    • Vor 25 Tagen

      Hier der Text. Refrain habe ich nach dem ersten Mal weg gelassen: Es gibt jetzt zwei Optionen, beide machen Stress
      Eine ab morgen schon, die andere ab jetzt
      Wir können darauf warten, dass sie in den Parlamenten
      Und auf der Straße erstarken, bevor wir sie bekämpfen
      Und wir warten, warten, warten, das ist erstmal bequemer
      Es geht uns trotzdem an den Kragen, nur halt etwas später
      Die andere Möglichkeit bedeutete schon heute
      Stress mit der Polizei und den ganz besonders Deutschen
      Dafür `ne kleine Chance, das Blatt nochmal zu wenden
      Oder vielleicht das Schlimmste noch verhindern zu können
      Du weißt nicht, was du tun kannst, du weißt nicht, wie das geht
      Hör mir zu, ich hab´ vielleicht eine passende Idee.

      Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst
      Keine Angst, keine Angst, keine Angst, keine Angst

      Ruf' erst mal ein, zwei Leute an, denen du vertraust
      Auf die man sich verlassen kann und macht ein Treffen aus
      Ihr gründet eine Gruppe, die keinen Namen hat
      Kein Gründungsdatum und auch kein Verein oder so'n Quatsch
      Redet mit Bars und Kneipen, fragt ob die für ‚nen Abend
      Räumlichkeiten für 'ne Party gegen Nazis haben
      Ladet eure Freunde ein, ein kleines Festival
      DIY, Eintritt frei, sammelt auf Spendenbasis Geld
      Mit dem Geld, das ihr verdient, kauft ihr Dosen um zu sprüh'n
      Kauft ihr Aufkleber und Marker, sorgt dafür dass jeder sieht
      Ihr habt keinen Bock auf Faschos und das hier ist eure Stadt
      Lasst euch nicht erwischen, schaut nach Überwachungskameras
      Nie ohne Handschuh, nie 'nen Fingerabdruck hinterlassen
      Und erst recht nie filmen und niemals ein Foto davon machen
      Von Aktionen nur denen, die selbst dabei waren, erzähl'n
      Es geht um linke Straßenpolitik und nicht um Fame
      Ihr braucht Regeln für die Kommunikation
      Nicht nur Nazis und Konsorten, die in eurer Gegend woh'n
      Auch die Sicherheitsbehörden werden sich schnell interessier'n
      Ihr dürft von Anfang an alles nur geheim kommunizier'n
      Das bedeutet: keine DMs, keine Messenger und Mails
      Alles was verboten sein könnte immer Face to Face
      Lasst das Handy zuhaus wegen Bewegungsprofil'n
      Und wenn sie euch erwischen: Redet nicht mit ihn‘

      Man wird sich wundern, wenn man weiß, dass in den Kern'
      dieser Gruppen meistens nur ein paar wenige gehör'n
      Eine Handvoll Leute reichen meistens aus
      Eigene lokale Antifastrukturen aufzubau'n
      Als Nächstes müsst ihr die rechten Strukturen recherchier'n
      Heimlich ihre Treffen und Demonstrationen fotografier'n
      Findet raus, wer sie sind, was sie tun, wo sie leben, wo sie arbeiten
      Und findet raus, mit wem Sie sich umgeben
      Baut Fake-Accounts bei TikTok und bei Telegram
      Dokumentiert alles, was Sie schreiben, alles was Sie sagen
      Holt den Papiermüll ab, lauft Ihnen nach
      Zu Ihren Häusern, ihren Wohnungen, den Treffpunkten und Bars
      Meldet euch bei jeder Singlebörse an
      Irgendwie und irgendwann, kommt man an jeden Nazi ran
      Werdet dreist, delinquent, akribisch und kreativ
      Stück für Stück füttert ihr so euer Antifaarchiv
      Faschos leben abgeschottet, sie leben im Wahn
      Mit Argumenten kommt man meistens nicht mehr an sie ran
      Die Erfahrung zeigt, dass aber trotzdem doch etwas passiert
      Wenn man ihr gesamtes Umfeld kontaktiert
      Früher nannte man so etwas „Outingaktion“
      Es hing'n Flyer und Plakate in den Vierteln, wo sie woh'n
      Mit Fotos und Funktionen, mit Namen und Adressen
      Niemand wird ein Nazischwein als seinen Nachbarn möchten
      Das frankierte man mit ein paar Telefonaten
      Um ihre Schulen, Unis, Arbeitgeber zu beraten
      Man wünschte einen guten Tag und fragte dann wie
      Passt so etwas in eure Firmenphilosophie
      Helft euren Lokalzeitungen mit Information'
      Wenn sie nicht schon von selbst dahinter komm'
      Dass es Probleme gibt mit Nazis in der Stadt
      Vielleicht wird dann sogar die Staatsanwaltschaft wach
      Mit etwas Glück kriegen sie Post oder gehen in den Knast
      Doch hier wärt blöd wenn ihr euch auf den deutschen Staat verlasst
      Die Erfahrung zeigt genau das Gegenteil:
      Es gibt so viele Faschos bei der Polizei.

      Man möchte mein' dass die Sicherheitsbehörden
      Rechte Strukturn' nicht bekämpfen, sondern fördern
      So mancher Polizist steht für die AfD zur Wahl
      Uniter hat die Munition vom KSK
      Das bedeutet: Parallel zum recherchiern'
      Müsst ihr eure Sicherheit selbst organisier´n
      Nazis machen ihre Politik immer mit Angst
      Mit Hass, mit Terror und roher Militanz
      Man kann ihnen vieles vorwerfen
      Aber jedoch nicht, dass man das, was sie mit uns vorhaben, nicht wüsst'
      Und die Geschichte hat uns schonmal gezeigt
      Es wird noch schlimmer wenn man gar nichts tut und schweigt
      Keine Angst, nehmt es selber in die Hand
      Die seh'n gefährlich aus, aber wir legen sie lang
      Koordiniert euch, fangt an zu trainier'n
      Wenn ihr zusammen kämpft, dann kann es funktionier'n
      Schon am ersten Tag, wenn ihr die Party macht
      Besteht die Möglichkeit, dass es vor der Türe kracht
      Also plant immer mit der Konfrontation
      Habt Überraschungen dabei, wenn sie komm'
      Juristisch ist mal wieder die Grauzone geschrappt
      Ich lasse ihn jetzt einfach mal im Raum den Elefant
      Ist eh klar was zu tun ist, ich sag nichts mehr dazu
      Liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk.

    • Vor 25 Tagen

      Danke. Hört sich nach einigen Verschwörungstheorien an. Denke, hier gibt es keine Belege für. Akteneinsicht habe ich allerdings nicht.

    • Vor 25 Tagen

      Ich finde den Text schon drüber, gerade gegen Ende. Auch wenn seine Absicht ehrenhaft sein mag, kann ich schon nachvollziehen, warum dass dem ZDF zu heikel war.

    • Vor 24 Tagen

      Kann Dan nicht ausstehen, aber exzellenter Text ♥

  • Vor 25 Tagen

    Wenn Dieter Nuhr und andere AfD Mitglieder da ständig ohne Probleme zu sehen und zu hören sind, kann man ja erahnen, aus welchen Gründen hier so ein Fass aufgemacht wird.

    18.36 pro Monat an Leute, die Faschos den Vortritt lassen. Deutschland schafft sich ab.

    Song bleibt trotzdem ungehört, sollte klar sein.

    • Vor 25 Tagen

      Dieter Nuhr mag ein selbstgefälliger Idiot sein, aber er ist weder bei der AfD noch ein Fascho.

    • Vor 25 Tagen

      viele intelignete und gebildete deutsche sagen sie zahlen beitrag sehr gern weil ohne ard zdf wir haben nur fake news

    • Vor 25 Tagen

      "Dieter Nuhr mag ein selbstgefälliger Idiot sein, aber er ist weder bei der AfD noch ein Fascho."

      Rechtspopulist passt. Schließlich war er bei NIUS und schrieb an einem NIUS-Buch mit und verharmlost den Klimawandel und bedient auch alle anderen talking points der Rechtspopulisten.

    • Vor 25 Tagen

      Dabei muss ich gestehen, dass ich Nuhr vor 25 Jahren nicht schlecht fand. Mittlerweile kommt er mir jedoch vor, wie ein Moralprediger für die Generation Ü65. Oder Ü75

    • Vor 25 Tagen

      Naja, Sarah Bosetti ist der Inbegriff von Selbstgefälligkeit und eigentlich auch gar nicht links, weil sie Menschen, die sich nicht impfen lassen wollten, beleidigte. Finde unser Grundgesetz ist sehr wichtig, gerade für linke, perspektivisch - das nur so am Rande. Es ist nicht nur Nuhr.

    • Vor 25 Tagen

      Links sind schließlich nur mutige Querdenker wie Wendler, Naidoo oder Hildmann.

    • Vor 24 Tagen

      Das was Mubasi sagt. Nuhr ist FDP, die AfD bekommt‘s von ihm zu Recht(s) auch ab.

    • Vor 24 Tagen

      Nuhr allein als selbstgefälligen Idioten hinzustellen ist aus meiner Sicht fast schon Heldenverehrung.
      So ein Typ vom Schlag „Ich weiß, dass darf man heutzutage ja nicht mehr sagen, aber …“.
      Jemand, der selbst mit Schenkelklopfern über Femizide sein Publikum (welches übrigens nicht nur aus Rentner und Pensionären besteht) zu hemmungslosem Applaus veranlasst.

      Noch ne Anekdote aus dem Jahr 2008 aus nem Interview im Fokus gefällig?
      Zu Zeiten, als der noch richtig witzig war?
      „Neben mir saßen die Kinder. Es war schön. Ich war damals 24, die Kinder um die 20, zum Teil ausgesprochen attraktiv und gut gelaunt. Dann kam mein großer Moment als angehender Pädagoge – meine erste Stunde als Lehrer. Ich betrat die Klasse und fand die Mädchen aus der letzten Reihe ganz vorne vor, alle in weißen Blüschen, geöffnet bis zum Bauchnabel, grinsend und gut entwickelt. In diesem Moment wusste ich: Dieser Beruf wird dir einmal strafrechtliche Probleme bereiten. Es war meine letzte Unterrichtsstunde.“

      Bin echt erstaunt, dass die AgD den Öffentlich Rechtlichen verbieten will.
      Das trifft doch genau deren Weltsicht und patriarchale Zukunftsfantasien.

    • Vor 24 Tagen

      Die selbstverständliche Verantwortungslosigkeit bei Autorität, Frauen als Schutzbefohlene zu objektifizieren - passt einfach perfekt ins Bild eines widerlichen Rechten. Danke, giz!

    • Vor 24 Tagen

      Genau, Nuhr war schon immer ein Rechtsextremer, beim öffentlich rechtlichen Rundfunk arbeiten grundsätzlich nur Faschisten und Danger Dans Text ist völlig unproblematisch. Undifferenziert, begrifflich unscharf und Zeugnis einer dichotomischen Weltsicht, mit der man im notwendigen Kampf gegen Rechts keinen Blumentopf gewinnt, sondern das Gegenteil von dem erreicht, was man bezweckt.

    • Vor 24 Tagen

      Gibt kein Links und Rechts in der Politik.

    • Vor 23 Tagen

      ich denke auch links gegen rechts ist denke in alte schema weil heute der wahre kampf ist brüder gegen deutsche aber viele schlaue deutsche sind auch auf unsere seite

    • Vor 23 Tagen

      Es gibt unterschiedliche politische Position. Links-Rechts kommt von einer Sitzordnung von vor etwa 250 Jahren. Wenn wir alles in Links und Rechts einordnen, dann sind Ideen beisammen, die nicht kompatibel sind, dann können AfD-Lügner Sachen sagen wie „Hitler war eigentlich links“ und das plausibel genug unterfüttern um damit einen Teil der Menschen mitzunehmen. Diese klare lagerbildung ist gewollt um zu spalten.

    • Vor 23 Tagen

      Ich denke, dass Heidi Reichinnek grundsätzlich recht damit hat, dass Männer das Problem sind. Wir müssen sie überzeugen, weniger rechts zu wählen, damit sie nicht einsam werden.

    • Vor 23 Tagen

      wichtig ist auch wahl recht für alle brüder weil sie sind oft politisch gut gebildet in gegensazz zu deutsche männer

    • Vor 23 Tagen

      Sie bringen zumindest eine gewisse Romantik rein. Während der Wahl sind die Rollläden ja auch unten.

    • Vor 23 Tagen

      es ist groesste skandal in deutsche politikz das wir haben 5 milionen muslime hier aber immer noch keine muslimische partei in bundes tag

    • Vor 23 Tagen

      ...ich denke auch, sie werden sich schnell anpassen und die langen Schlangen beim Bäcker lieben, die Gespräche und das wohlige Gefühl, keine Kinder in die Welt zu setzen, wegen der Umwelt.

    • Vor 21 Tagen

      Nuhr bekommt seit Jahren Applaus dafür, dass er die Vorurteile seines beschränkten Puplikums bedient. Fascho geht mMn nach klar.

      Während wir das analysieren, schenkt Weimar den Bayreuther Festspielen noch mehr Geld und kürzt es bei der Förderung vom (Pop-)Nachwuchs.

      Hier läuft etwas falsch.

    • Vor 19 Tagen

      Nuhr ist durch und durch Rechtspopulist und zusätzlich ist er zu 100% das perfekte Abziehbild der kleinbürgerlichen arroganten Kapitalismus-Verehrer, die glauben, allein ihre harte Arbeit hätte sie zum Wohlstand gebracht und nicht die günstige und politische wirtschaftliche Lage ihrer Jugend. Da verwundert es kaum, dass er bei Femiziden die Schuld bei dem Urteilsvermögen der Frauen sucht.

  • Vor 20 Tagen

    Danger Dan zeichnet ein Bild in dem es heroisch und wichtig ist marodierende Banden von Neo-Nazi-Kampftruppen im körperlichen Kampf auszurotten. Alternativ die etwas geheimeren Rechten per Rufmordstrategie vor ihren Familien und Arbeitgebern zu enttarnen damit diese dann ein schlimmes Leben haben. Soweit so gut. Kann Spaß machen als Linker Rechte zu ärgern oder als Rechter Linke zu nerven. Muss man aber auch viel Zeit für haben neben gesundem Nachtschlaf und einer anstrengenden Lohnarbeit. Aber das ändert nichts. Wirklich nichts. Es ist immer schrecklich Leute auf der Straße zu attackieren egal welcher Gewinnung oder welche Hautfarbe oder welche Fußballmannschaft man am liebsten hat. Es wird nur in diesem Land nichts verändern. Ich finde es irgendwie billig damit Geld zu machen mit dem Pathos und dem ganzen Danger Dan Charme. Obwohl es mich ja musikalisch und so weiter wirklich abholt aber es ist eben wie Jan Böhmermann, es sieht aus wie echte linke Action aber es ist trotzdem in rechten, kapitalistischen Strukturen ein weißer, (Mittel)alter Mann der Kohle scheffelt.

  • Vor 20 Tagen

    Richtiger Move vom ZDF, die beiden Honks nicht auftreten zu lassen, auch wenn das Zustandekommen natürlich höchst peinlich war. Den Text von „Keine Angst“ mit Kunstfreiheit oder Meinungsfreiheit zu rechtfertigen, zieht nicht, dann müsste der ÖR auch Reichsbürgern oder Idioten wie Steimle eine Bühne bieten.

    Nazis mit Nazi- oder Stasi-Methoden zu bekämpfen ist mindestens sehr zweifelhaft. Aber wie rappten die Brote bereits 2001 auf „Das Neuste“: „Solange des Deutschen liebstes Hobby Denunzieren ist …“

    Und Danger Dans Zeile „Doch ihr wärt blöd, wenn ihr euch auf den deutschen Staat verlasst“ ist AfD-Sprech und Misstrauen gegenüber dem Rechtsstaat, dem sich der ÖR offensichtlich noch verpflichtet fühlt.

    • Vor 20 Tagen

      Meinte natürlich ÖRR, nicht ÖR

    • Vor 19 Tagen

      Wieso zieht das nicht? Die Rechtsabteilung hat doch schon grünes Licht gegeben? Eine Bühne für AfD Mitglieder und ähnliches gibt es auch oft im ÖRR? (das darin gesehene Ungleichgewicht ist hier Hauptursache für die Aufregung?)

      Da brauchste auch kein Fettes Brot zitieren (sollte man allgemein nicht), wenn dein erster Satz verrät, das du selber gern diesem Hobby nachgehst.

      Verlässt du dich drauf, dass der Deutsche Staat noch ernsthaft was gegen Rechtspopulismus und AfD in der Hinterhand hat? Schau mal was zB der sächsische CDU Chef gestern (mal wieder) abgesondert hat.

    • Vor 19 Tagen

      Leute wie Mubasi, Elstner und Conflex werden solange was von Demokratie, Gewaltmonopol und geltendem Recht reden, bis die Faschos vor ihrer Tür stehen. Dann können sie wenigstens immer noch sagen, dass sie immer Demokrat und rechtschaffender Bürger gewesen sind, obwohl sie den Faschos damit den Weg geebnet haben. Das ist so das gleiche Mindset der "Frieden geht nicht mit Waffen"-Fraktion.

    • Vor 19 Tagen

      Aber wenn Dieter Nuhr im ÖRR Femizide verharmlost und zur Erheiterung seines verwahrlosten Publikums heranzieht, dann ist das okay?!

    • Vor 18 Tagen

      Was gegen die AfD tun? Auf jeden Fall! Was gegen Nazis tun? Sowieso. Straßenkampf? Von mir aus, aber AfD-Sympathisanten mit Worten versuchen zu überzeugen halte ich immer noch für den besseren Weg. Wenn ein rechter Künstler, Talkshowgast oder sonst wer im TV zu Gewalt aufrufen würde, hätte das ebenfalls Konsequenzen. Artikel 1 des Grundgesetzes gilt leider auch für Arschlöcher.

      @Mulansky: Denunzieren im Sinne von Anschwärzen, nicht Abwerten.

      @Horst: Den Shitstorm dazu hat er ja abbekommen. Aber hey, ist ja Satire und als Verharmlosung hat er es natürlich nicht gemeint…Wenn ich die ARD wäre, hätte ich seine Sendung auch längst abgesetzt. Wird wohl an den Einschaltquoten liegen, dass das nicht passiert.

    • Vor 17 Tagen

      Man sieht, wie glücklich viele hier waren, nie nähere Erfahrung mit Nazis gemacht zu haben. In den USA bereiteten sich schon vor 15 Jahren Linke und "Minderheiten" in weiser Voraussicht auf Überfälle vor. Sie trainieren seitdem, bewaffnen sich. Wie schon erwähnt: In Ostdeutschland werden regelmäßig Menschen überfallen bis getötet, die den Braunen nicht in den Kram passen. Wenn die vor eurem Lokal stehen, dann versuchts gern mal mit Argumenten und Aufklärung.

      Aber mal sagen: Fast alles in dem Track läuft auf zivilen, nicht gewalttätigen Widerstand hinaus.

    • Vor 17 Tagen

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 17 Tagen

      Hör auf hier irgendwelche Behauptungen aufzustellen, die erwiesenermaßen falsch sind und verpiss dich!

    • Vor 17 Tagen

      Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

    • Vor 17 Tagen

      Wenn die AfD Nazis sind, wieso kann man sie dann wählen?

    • Vor 16 Tagen

      @bufo: Die NSDAP, die NPD/Heimat, den dritten Weg, die DVU ... Konnte bzw. kann man auch wählen.

    • Vor 16 Tagen

      Also mich haben die Rechten früher immer in Ruhe gelassen. Einer meinte zu mir: "Du bist witzig, ich mag Dich." Wieder ein ganz anderer sagte damals: "Du bist ja wirklich links." Fast peinlich, schon.

  • Vor 19 Tagen

    "Danger Dan belässt es nicht bei einem Appell gegen Rechtsextremismus, sondern entwirft über knapp sieben Minuten eine Art Aktionsplan für antifaschistische Organisierung. Der Song handelt von der Gründung lokaler Gruppen, beschreibt konspirative Kommunikationswege, ruft zu Recherchen über rechte Netzwerke und sogenannten Outing-Aktionen gegen Neonazis auf. Im letzten Drittel wird der Ton deutlich kämpferischer: Danger Dan fordert dazu auf, sich auf mögliche Konfrontationen mit Rechtsextremen vorzubereiten und deutet weitere Schritte nur noch an. Zeilen wie "Koordiniert euch, fangt an zu trainier'n" oder "Habt Überraschungen dabei wenn sie komm'..."

    Das muss doch selbst dem durchschnittlichen laut.de-User langsam ein bisschen psychotisch vorkommen...

    • Vor 19 Tagen

      Bro, du kannst dich jetzt nicht nach vier Tagen und 200 Kommentaren hinstellen und mit so wenig Input um die Ecke kommen.

      Wie meinen? Der durchschnittlichen Leser muss hier nur ein paar Kommentar lesen um sich psychotisch zu fühlen.

    • Vor 18 Tagen

      Ich habe die News halt erst gestern gelesen und in den Song reingehört. Mein Eindruck: "Fascho"-Psychose. Statt toter Menschen (habe den Film ehrlich gesagt nicht gesehen) sieht der Gefahren-Daniel und andere Betroffene eben überall "Faschos".

      Ich schreibe das Wort auch deshalb in Gänsefüßchen, weil ich denke, dass seine Definition (und die der ihm Gleichgesinnten) da vielleicht etwas zu weit gefasst ist.

      Generell irritiert mich diese Sichtweise aber schon. Bei der Katastrophe, auf die dieses Land sehenden Auges zurennt, erscheinen mir die (in der Wahrnehmung Einiger) überall aus ihren Löchern kriechenden "Faschos" eher als eine Art Nebenwirkung.

      Oder anders gesagt: Wenn die "Guten" DDs Rat befolgen und am Ende die ganzen "Bösen" bezwingen, sind zwar die "Bösen" weg, das Land geht aber weiterhin vor die Hunde.

      Ich verstehe ja vollkommen, dass man in einer Gesellschaft leben möchte, in der sich alle lieb haben, völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Glauben, Geschlecht... Nur allein deshalb "funktioniert" diese Gesellschaft aber noch lange nicht. Und ehrlich gesagt: Als der Pragmatiker, der ich bin, vermute ich sogar, dass sie schlechter "funktionieren" wird.

    • Vor 18 Tagen

      der plottwist ist: die leute hören das lied und denken danger dan und igor levit beziehen den handlungsleitfaden nur auf so der dritte weg hooligans aber in wahrheit meinen sie auch die students for palestine und co