Opulente Konzepte, garstige Punchlines, Folk-Kleinode und Disco-Inferno von elegant bis brutal: Das erste Halbjahr klang gar nicht so übel.
Konstanz (laut) - Nei-en! Selbst mitten in der Polykrise ist nicht alles schlecht. Das sagten wir euch vergangene Woche schon, heute treten wir den Beweis an. Die versetzungsgefährdeten Nasen hatten jetzt eine Woche Zeit, um in der Ecke zu stehen und sich zu schämen. Heute folgen die streberhaften Kolleg*innen, die 2026 das Longplayerformat bereits durchgespielt und ordentlich abgeliefert haben. Gar nicht so wenige:
Die (bisher) besten Alben des Halbjahres
... und, guck! Es stimmt, was eine der Klassenbesten behauptet: "This music may contain hope." Tatsächlich: Es scheint noch lange nicht alles verloren, Musik mit Message hat Hochkonjunktur. Die Botschaften finden ihr Publikum, mal auf subtilen Wegen, mal per Erziehungsschelle ans Ziel gebracht. Manchmal besteht der Auftrag aber auch "nur" darin, eine Spieldauer lang eine verdammt gute Zeit zu haben. Ob dabei Pop, Folk, Alternative oder Indie-Rock am besten hilft, bleibt den persönlichen Präferenzen überlassen. Wir raten allerdings so oder so zum beherzten Kopfsprung ins Disco-Revival. Selbst da reicht das Spektrum nämlich von glitzernd-elegant bis hin zum brutalen Inferno. Enjoy.
So klingt 2026
Kommende Woche verteilen wir noch Fleißbildchen für die bisher besten Songs. Weil für diese Liste buchstäblich hunderte Vorschläge eingingen, haben wir euch schon jetzt ein übervolles Buffet mit Kostproben angerichtet. Wenn man die Grütze außen vor und nur die Schmankerl übriglässt, klingt dieses 2026 gar nicht übel, wie unser jüngstes Jahrgangsradio zeigt:

13 Kommentare mit 2 Antworten, davon 9 auf Unterseiten
Also Mayhem - Liturgy of Death vermisse ich schon etwas, auch At The Gates hätten eine Erwähnung verdient.
Schade, dass manche Alben komplett untergehen.
Wie das fantastische Solstice von A.A. Williams.
Slayyter - Wor$t Girl in America
The Hirsch Effekt - Der Brauch
Lucy Kruger & the Lost Boys - Pale Bloom
Vince Staples - Cry Baby
Nils Keppel - Super Sonic Youth
JJerome87 - The Canyon
Deathcap for Cutie - I built you a Tower
Bleachers - Everyone for ten minutes
The Sophs - Goldstar
Mitski - Nothing's to happen about me
Die ersten sechs fast auf einem Level, danach fällt es leicht ab.
Entdeckung des bisherigen Jahres sind Elbow. Die hatte ich bis zu diesem Frühling gar nicht auf dem Schirm, aber deren letztes Album und The Zeldom Kid sind der Hammer.
Da mir die zwei der ersten sechs, die ich gehört habe, sehr gut gefallen haben, sollte ich wohl mal den Eest auschecken. Danke für die Liste
Danke für das Vertrauen :*
Minus The Magic?