WACKEEEEEN! Das größte Metalfestival feiert mit 85.000 Fans bei 30 Grad im Schatten.
Wacken (dp) - Die Pommesgabeln sind gezückt, das Bier fließt, und auf dem Holy Ground macht sich diese ganz besondere Stimmung breit: ein Mix aus Vorfreude und Wiedersehen.
Hallo Mama!
Während die Anreise noch auf Hochtouren läuft, gibt es für bereits eingetroffene Metalheads viel mehr zu entdecken als nur den Zeltplatz. Live-Podcasts, Metal-Yoga mit der renommierten Tätowiererin Moni Scharnagl, Machine's Late Night Show und kleine Barden-Gigs sorgen vor dem ersten großen Festivaltag für Unterhaltung.
Wer mag, schickt sogar eine Postkarte mit exklusiver Wacken-Briefmarke gen Heimat. Und weil Erinnerungen manchmal unter die Haut gehen dürfen, sind auch Nori Storm und sein Team vor Ort, um den Festivalbesuch mit frischen Tattoos zu verewigen.
12 Uhr: Die Wacken Firefighters sind am Start
Ab Mittwoch übernehmen dann Gitarren und Co. das Kommando: Mit Thundermother, Lacuna Coil oder den Butcher Sisters startet das Wacken Open Air 2026 in seinen lautesten Teil. Die 35. Ausgabe des größten Metalfestivals der Welt ist seit kurzem ausverkauft. 85.000 Fans werden in dem beschaulichen Örtchen in Schleswig-Holstein erwartet. Um 12 Uhr laden dann traditionell die Wacken Firefighters zum Festivalauftakt, bevor das Infield nachmittags seine Pforten öffnet.
Der erste offizielle Tag auf dem Holy Ground beginnt insofern nicht direkt mit Blastbeats, sondern mit einer Portion Entschleunigung: Beim Metal Yoga mit Tätowiererin Moni werden müde Anreisemuskeln gedehnt, Rücken gelockert und der Kreislauf in Schwung gebracht. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt allerdings nicht, denn auf der Headbangers und der W.E.T. Stage läuft bereits die Metal Battle. Nachwuchsbands aus aller Welt kämpfen um Ruhm, Ehre – und die Chance, im kommenden Jahr einen regulären Slot beim Wacken Open Air zu ergattern.
Frauen geben den Ton an
Während die Harder Stage am Mittwoch noch pausiert, herrscht auf Louder und Faster vom ersten Ton an Hochbetrieb. Auffällig ist, wie viele Bands mit starken Frontfrauen oder komplett weiblicher Besetzung das Geschehen prägen. Zu den großen Gewinnerinnen des Tages zählen die japanischen Power-Metallerinnen Lovebites. Wer sich von den eleganten Bühnenoutfits täuschen lässt und harmlosen Poprock erwartet, erlebt eine böse Überraschung: Technisch brillant, messerscharf und mit beeindruckender Spielfreude fegen sie über die Bühne und gehören schon am ersten Festivaltag zu den musikalischen Höhepunkten.
Nicht minder spektakulär fallen ihre Landsfrauen von Broken By The Scream aus. Die Mischung aus Idol-Pop, Metalcore und brachialen Growls klingt auf dem Papier nach einem gewagten Experiment, funktioniert live aber erstaunlich gut. Hinter den niedlichen Outfits stecken Shouts, von denen sich so mancher bärtige Death-Metal-Sänger noch eine Scheibe abschneiden könnte. Was für ein Einstand.
Auch Lacuna Coil liefern gewohnt souverän ab. Die italienischen Gothic-Metal-Veteranen um Cristina Scabbia verbinden schwere Riffs mit eingängigen Melodien und treffen damit genau den Nerv des Publikums vor der Louder Stage. Die Menge ist durch den sympathischen Auftritt der niederländischen Progressive-Rock-Pioniere The Gathering ohnehin bestens aufgewärmt und feiert jede Zeile mit.
Eine Partyzone namens Holy Ground
Auf der Faster Stage geht es deutlich weniger düster zu. The Butcher Sisters verwandeln den Holy Ground mit ihrer augenzwinkernden Mischung aus Metalcore, Deutschrap und jeder Menge Selbstironie in eine einzige Partyzone. Electric Bassboy setzen noch einen drauf. Zwischen Trance-Beats, Metalcore-Breakdowns und Pyro fühlt sich Wacken zeitweise eher wie eine Mischung aus Ballermann und Großraumdisco an.
Schatten? Mangelware
Zum ausgelassenen Treiben passt auch das Wetter. Nach dem schlammigen Vorjahr zeigt sich Wacken 2026 von seiner sonnigsten Seite. Das Thermometer klettert auf 30 Grad – wohlgemerkt im Schatten. Schattige Plätze sind auf dem Holy Ground allerdings Mangelware. Umso wichtiger sind die zahlreichen kostenlosen Wasserstationen und mobilen Trinkwasserwagen, an denen sich die Festivalbesucher:innen jederzeit versorgen können. Natürlich greifen viele trotzdem lieber zum Bier. Hydriert ist man damit zwar irgendwie auch, der Kater am Donnerstagmorgen dürfte allerdings entsprechend ausfallen.
Als die Sonne langsam hinter den Bühnen verschwindet und die Temperaturen endlich etwas nachgeben, schlägt die Stunde von Hämatom. Die Franken kombinieren ihren gewohnt wuchtigen Auftritt mit einer imposanten Feuershow und liefern den passenden Soundtrack für den ersten Festivalabend. Wer es etwas klassischer mag, macht einen Abstecher zu den australischen Hardrock-Urgesteinen Rose Tattoo oder den Heavy-Rockern Kadavar, die beide ohne große Showeffekte, dafür mit umso mehr Spielfreude überzeugen.
Fast schon nebenbei gibt es noch einen Vorgeschmack auf 2027: Mit Napalm Death wird einer der ersten Acts für das kommende Jahr angekündigt. Der Wacken-Mittwoch zeigt damit eindrucksvoll, dass er längst mehr ist als ein Anreisetag. Zwischen Yoga, Nachwuchsförderung, internationalen Entdeckungen und etablierten Größen kommt der Holy Ground schon vor dem eigentlichen Festivalwochenende auf Betriebstemperatur.
Die Sonne brennt. Und Metal auch.
Nach dem furiosen Auftakt am Mittwoch legt das Wacken Open Air am Donnerstag noch eine Schippe drauf. Das Thermometer kratzt an der 36-Grad-Marke, der Staub hängt über dem Holy Ground und ausnahmsweise sehnt sich niemand nach Schlamm. Noch nicht. Denn erfahrene Wacken-Gänger:innen wissen: Auf dieses Festival ist in einer Sache Verlass – das Wetter hat irgendwann doch das letzte Wort.
Bis dahin regiert allerdings erst mal die gute Laune. Die kalifornischen Crossover-Veteranen Alien Ant Farm eröffnen den Tag auf der Louder Stage mit einer gehörigen Portion Nostalgie. Natürlich fehlt ihr tightes Michael-Jackson-Cover "Smooth Criminal" nicht, doch die Band ist weit mehr als dieser eine Hit. Überraschend kurzweilig und spielfreudig liefert das Quartett einen Auftritt, der selbst die müdesten Katerbeine wieder in Bewegung bringt.
Der Schweiß fließt in Strömen
Die gute Stimmung trägt das Publikum direkt weiter zu den H-Blockx. Die sympathischen Münsteraner wirken, als wären die vergangenen drei Jahrzehnte spurlos an ihnen vorbeigegangen. Risin' High", "Time To Move" – jeder Song sitzt, jeder Refrain wird lautstark mitgesungen. Dass die Sonne gnadenlos vom Himmel brennt, interessiert spätestens jetzt niemanden mehr. R'n'R ist manchmal eben die bessere Klimaanlage.
Der Schweiß fließt anschließend in Strömen weiter. Therapy? liefern ihre gewohnt kompromisslose Mischung aus Alternative Metal und Punk-Attitüde, während Skyline einmal mehr beweisen, warum sie zu Wacken gehören wie Kuhweiden und Pommesgabeln. Kaum ein Festival pflegt seine Traditionen so liebevoll wie das W:O:A.
Alter ist nur eine Zahl
Am Nachmittag übernehmen schließlich die alten Meister das Kommando. Auf Faster und Harder Stage reiht sich eine Gitarrenlegende an die nächste: Uli Jon Roth feiert das 50-jährige Jubiläum von "Virgin Killer" und lädt sich dafür unter anderem Kreator-Frontmann Mille Petrozza auf die Bühne. Wer hat, der kann. Roths Finger fliegen scheinbar mühelos über das Griffbrett, jede Note sitzt, jedes Riff wirkt voller Hingabe. Alter ist hier allenfalls eine Zahl und Ulis sanftes Lächeln ohnehin zeitlos.
Fast nahtlos übernimmt Yngwie Malmsteen den Staffelstab. Der Schwede, schwer behängt mit Kreuzen und ausgestattet mit seiner unverwechselbaren Stratocaster, demonstriert eindrucksvoll, weshalb sein Name bis heute synonym für neoklassische Gitarrenvirtuosität steht. Was andere üben müssen, scheint bei ihm einfach ein Reflex zu sein.
Zwischen blitzschnellen Läufen und ausufernden Soli lebt auch der R'n'R-Exzess weiter. Am Ende versucht Malmsteen tatsächlich, seine Gitarre spektakulär zu entsorgen, indem er sie immer wieder in die Luft schleudert. Nur leider weigert sich das Instrument hartnäckig, kaputtzugehen. Ein herrlich absurdes Finale.
Infield exploded
Europe verwandeln den Acker anschließend endgültig in eine riesige Open-Air-Party. Natürlich explodiert das Infield bei "The Final Countdown", doch die Schweden ruhen sich keineswegs auf ihrem Welthit aus. Joey Tempest wirbelt unermüdlich über die Bühne, die Band spielt sich mit einer Leichtigkeit durch ihr Repertoire, die viele deutlich jüngere Acts alt aussehen lässt.
Da haben es Savatage direkt im Anschluss nicht leicht. Die US-Amerikaner liefern einen musikalisch starken und atmosphärisch dichten Auftritt ab, wirken neben der Spielfreude von Europe allerdings etwas weniger unmittelbar. Das ist weniger Kritik als Geschmackssache – schließlich könnten die beiden Bands stilistisch kaum unterschiedlicher sein.
Def Leppards erster Gig
Am Ende wartet ohnehin das, worauf viele seit Monaten hinfiebern: Def Leppard. Fast fünf Jahrzehnte nach ihrer Gründung stehen die Briten tatsächlich zum ersten Mal auf der Wacken-Bühne – eine erstaunliche Premiere für eine Band dieses Kalibers. Pünktlich zum Headliner öffnet der Himmel dann doch noch seine Schleusen. Kein Wacken ohne Regen. Doch nach den Wassermassen vergangener Jahre quittiert das Publikum dies höchstens mit einem Schulterzucken. Das bisschen Niesel hält hier niemanden auf.
Joe Elliott und seine Mitstreiter liefern eine Show, die in jeder Hinsicht Headlinerformat besitzt. Das Bühnenbild ist groß, ohne überladen zu wirken, der Sound druckvoll, die Spielfreude ansteckend. "Rock! Rock! (Till You Drop), "Animal", "Love Bites", "Hysteria", "Photograph", "Pour Some Sugar On Me" und natürlich "Rock Of Ages" sorgen dafür, dass ein Hit den nächsten jagt. Die Songs klingen auch nach Jahrzehnten erstaunlich frisch und entfalten live dieselbe Größe wie auf Platte. Das ist tatsächlich die bislang stärkste Headliner-Performance des Festivals. Was für ein Abend. Was für eine Band. Danke, Def Leppard. Ihr dürft jederzeit wieder Zucker auf den Holy Ground streuen.
Und als wäre das nicht genug, kündigt sich für Freitag bereits das nächste Schwergewicht an: Judas Priest stehen in den Startlöchern. Wacken gönnt sich auch 2026 keine Verschnaufpause. Insgesamt spielen bis Samstag um die 150 Bands. Unzählige weitere Events, auch abseits der Musik, kommen hinzu. Wir sind für euch selbstverständlich vor Ort!
Legenden und junge Grenzgänger:innen
Der Wettergott bleibt den Wacken-Fans auch am Freitag wohlgesonnen. Nach der Hitzeschlacht des Donnerstags fühlt sich der Mix aus ein paar Wolken und angenehmen 24 Grad fast wie Wellness an. Der Holy Ground zeigt sich von seiner freundlichsten Seite, Staub statt Schlamm, Sonnenbrand statt Gummistiefel. Wer jetzt noch über das Wetter meckert, dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen.
Musikalisch liefert der Freitag einmal mehr die ganze Bandbreite dessen, was das Wacken Open Air seit Jahrzehnten ausmacht. Zwischen Legenden, Abschiedsshows und jungen Grenzgängern findet jeder seine persönliche Sternstunde. Besonders auf der W.E.T. Stage sorgt SKYND für offene Münder. Das australische Industrial-Projekt verarbeitet reale Kriminalfälle zu verstörenden Songs und schafft es tatsächlich, dass sich das Publikum gleichzeitig fasziniert und unwohl fühlt. Sängerin Skynd wirkt wie eine Erscheinung aus einem Albtraum, während die düsteren Beats und Gitarrenwände den ohnehin morbiden Stoff noch intensiver machen. Keine leichte Kost – aber eine der eindrucksvollsten Performances.
Von Paradies Lost bis Zakk Wylde
Deutlich klassischer geht es bei Paradise Lost zu. Dass die Briten seit jeher als Pioniere des Gothic Metal gelten, hört man zwar in jedem Song, auf der Bühne wirken sie jedoch überraschend gelöst. Zwischen den schweren Riffs und melancholischen Melodien blitzt immer wieder trockener britischer Humor durch. Düster ja, verbissen keineswegs. Gerade dieser Kontrast macht den Auftritt so sympathisch.
Einen völlig anderen Ansatz verfolgt Zakk Wylde. Mit Black Label Society zelebriert der Gitarrenhüne einmal mehr amerikanischen Heavy Rock in Reinform. Seine endlosen Soli, das markante Pinch Harmonic-Gequietsche und die obligatorischen Grimassen gehören inzwischen genauso zum Programm wie seine bullige Erscheinung. Das Publikum frisst ihm jede einzelne Note aus der Hand. Man muss kein Gitarren-Nerd sein, um zu erkennen, dass hier einer der ganz Großen seines Fachs am Werk ist.
Die Wacken-Bingokarte
Für einen der skurrilsten Momente des Tages sorgen Vreid. Die Norweger liefern ihren gewohnt wuchtigen Black'n'Roll-Sound, bekommen aber plötzlich prominenten Besuch: "Jackass"-Ikone Chris Pontius schaut rein und sorgt mit seiner lockeren Art für überraschte Gesichter und reichlich Gelächter. Ein Auftritt, den vermutlich niemand auf seiner Wacken-Bingokarte hatte.
In Flames beweisen derweil eindrucksvoll, warum sie seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Melodic-Death-Metal-Bands überhaupt zählen. Die Schweden verbinden brachiale Härte mit hymnischen Melodien, ohne jemals in Routine zu verfallen. Vor der Bühne entsteht ein einziges Meer aus erhobenen Fäusten, fliegenden Haaren und glücklichen Gesichtern. Genau für diese Momente pilgern jedes Jahr Zehntausende nach Wacken.
Eine Bank: Judas Priest und Saxon
Wer sich fragt, wie man auch nach fast fünf Jahrzehnten noch derart souverän eine Bühne beherrscht, bekommt bei Saxon die passende Antwort. Natürlich sind Biff Byford und seine Mitstreiter älter geworden. Das sieht man ihnen an. Was man ihnen allerdings nicht anmerkt, ist irgendein Verlust an Spielfreude. Die Klassiker zünden zuverlässig, das Publikum singt jede Zeile mit und feiert die Briten wie alte Freunde.
Ähnliches gilt für Judas Priest. Rob Halford muss längst niemandem mehr etwas beweisen. Trotzdem marschiert der Metal God mit ungebrochener Autorität über die Bühne, während Songs wie "Breaking The Law" oder "Painkiller" das Infield in einen gigantischen Chor verwandeln. Manche Bands altern in Würde – Judas Priest altern scheinbar überhaupt nicht.
Es wird emotional
Emotional wird es schließlich bei Sepultura. Die Brasilianer befinden sich auf ihrer Abschiedstour und spielen in Wacken ihren letzten Deutschland-Auftritt. Natürlich steht schon lange nicht mehr die Besetzung der frühen Klassiker auf der Bühne, doch das schmälert die Bedeutung dieses Moments kaum. Die Band, die den Thrash Metal einst entscheidend mitprägte und Generationen von Musikern beeinflusste, verabschiedet sich mit einer Show voller Energie, Wucht und spürbarer Dankbarkeit. Entsprechend laut fällt der Applaus aus. Auch Running Wild spielen auf der Wacken-Geburtstagsausgabe ihre allerletzte Show überhaupt. Ein würdiger Schlusspunkt für ein Stück Metal-Geschichte.
Wacken 2027
Doch der Holy Ground ist noch kein bisschen müde – im Gegenteil: Das 36. Wacken Open Air findet vom 28. Juli bis 31. Juli 2027 statt. Der Ticketvorverkauf startet bereits diesen Sonntag, 2. August um 20 Uhr. Limitierte Faster- und Harder-Tickets sind für 349 Euro erhältlich. Danach kostet ein Ticket 364 Euro, erstmals kommen zudem limitierte Younger-Tickets für 279 Euro in den Verkauf.
Neben Napalm Death sind für 2027 u.a. auch Five Finger Death Punch, Electric Callboy, Helloween, Kanonenfieber, Blue Medusa, Heaven Shall Burn, DragonForce, Halestorm, Knocked Loose, Children Of Bodom, Lost Society, Hammerfall, Imminence, Edguy, Jinjer, Malevolence und Belphegor bestätigt. Wir sehen uns im Infield!
Fotos und Text von Désirée Pezzetta.































































































































9 Kommentare mit 67 Antworten
Legendäres Lineup mit Sabaton als Headliner zum Abschluss. Besser gehts nicht. Dagegen können alle anderen einpacken.
Ich war mal 2011 aufm Wacken ... fand das Lineup seinerzeit etwas stärker. Ozzy, Judas Priest, Morbid Angel, Sodom, Kreator ... das war richtig gut. Heute sind gefühlt mehr Comedy-Acts beim Wacken als Metalbands ...
Lahmstes, boomerigstes Lineup aller Zeiten, das ist selbst für Wacken noch ne Unterbietung.
Meinst du 2011 oder dieses Jahr?
Judas Priest treten dieses Jahr auch wieder auf, hab ich gesehen.
Fair, JP gehen klar. Aber der Rest...vor allem Sabaton...bah.
Dieser ganze Wacken-Zirkus ist eh in bräsiger Selbstgefälligkeit erstarrt.
Ich mochte Sabaton tatsächlich mal, aber das war so zur Zeit, als sie ihre ersten 2-3 Alben draußen hatten. Da war das irgendwie ne nette Powermetal-Kombo, mit viel kopierten 80er-Referenzen. Das war irgendwie "nett". Aber spätestens nach Metalizer hat man auch einfach alles gehört und gut ist.
Sabaton ist komplett generischer Rotz, mit beschissener Thematik in den Texten als Alleinstellungsmerkmal.
Jau, stimme ich dir zu!
Wackenspacken haben auch alle nen Bausparvertrag. Alles Spießer, überall.
Mal wieder üblichen Nixblicker und Weltverbesserer am Start. Keine Ahnung von rein gar nichts und sich das Maul über absolute Legenden zerreissen. Sabaton sind und bleiben einzigartig, spielen jetzt vor Zehntausenden und ihr sitzt im Keller und denkt nach ob ihr im Leben alles richtig gemacht habt. Da kann ich nur drüber lachen. Da weiß ich ganz genau, was ich wähle. Aber lasst mich raten: Sind ja alle rechts und Nazis weil sie über Krieg und was er aus Menschen macht singen und neutral berichten sowie Aufklärung betreiben auf Sabaton History und Mit Historikern. Ach ja, und Sabaton sind technisch einwandfrei und nach einem Riff klar erkennbar. Das schaffen nur ganz wenige Bands, und zwar die ganz Großen. Ihr glaubt ihr habt Ahnung von Metal dabei kommt außer Hass nichts bei euch rum. Darum habt ihr auch nichts im Metal verloren, denn er feiert jetzt ein friedliches Fest während ihr Haterkommentare im Internet verfasst. Könnt echt stolz auf euch sein.
Auweia. Also man muss kein musikalisches Genie sein, um Songstruktur, Harmonik etc. von Sabaton zu analysieren. Die Riffs sind jetzt auch nicht sonderlich komplex oder schwierig - hab gerade mal meinen Ultimate Guitar-Account angeschmissen und selbst die Solo-Parts sind jetzt nicht so schwer. Aber das sollen sie vermutlich auch nicht sein. Sabaton machen keine Musik für Freunde von komplexen Rhythmen, sondern für Freunde, die gerne auf klapprigen Bierzeltgarnituren sitzen und zu "Great War" mit dem Fuß im 4/4-Takt wippen..und das ist okay so.
Random muppet in der Kommentarspalte: Sabaton is ne Scheiß-Band.
Random Sabaton-Fan: DAS SIND GAR KEINE NATSIS!!1!1!!11! FÜHR EUCH SIND ALLE NADSIS, WEIL IHR SEID VOLLER HASS11!!11
wtf
macht immer spaß, den todeskyniker zu manegieren.
Grrrr, ihr mit eurem Hass habt im Metal NICHTS verloren. Metal ist Familie und wir haben uns alle ganz doll lieb. Nur Poser hassen meine liebste Kirmeskapelle, die spielen ihren 08/15 Power Meddl sogar ganz ohne Fehler und dazu erkennt mam sogar ihren Sound nach 20 identischen Alben. Scheiß Hater, mal ehrlich, Pommesgabel spitzen und in den Arsch rammen. Ihr habt nicht mal EMP Backstage Club.
Da ich Sabaton nicht höre, kann ich im Leben nicht so viel falsch gemacht haben.
Es ist mir auch völlig egal, ob das "Nazis" sind. Die sind einfach beschissen.
Wenn es irgendjemanden in dieser Blase des Zorns hilft: Ich interessiere mich 0 für Wacken und bin am Dienstag bei Corrison for Conformity.
Sabaton? Ich hasse diese Poser-Scheisse. Geht nicht mehr lang und die treten bei Silbereisen auf.
@death.cynic
Bin mir nicht ganz sicher, ob deine Aussagen zu Sabaton ironisch zu verstehen sind oder ernst gemeint.
Wenn du die gut findest, ok.
Ich selbst finde es völlig abwegig, zur Kriegsthematik solche Tralala Liedchen abzuliefern. Und auch wenn sie auf Sabaton History über Geschichtliches informieren, vermittelt die Bühnenshow in meinen Augen in erster Linie Spaß und Partystimmung.
Natürlich ist Metal wie kaum ein anderes Genre geeignet, den Wahnsinn des Krieges widerzuspiegeln. Und das muss wehtun und nicht Spaß machen.
Bolt Thrower, Memoriam oder 1914 machen das richtig gut.
Bei Arte ist grad ne gute kurze Doku zum Thema rausgekommen …
https://youtu.be/i_1TKxRMIXY?si=i9zQOC_9LN…
Sabaton sind wie ein Antikriegsfilm wie Das Boot oder Johnny zieht in den Krieg und verherrlichen nicht sondern informieren nur, einfach mal sich informieren bevor man laut und ohne Peil rumblökt. Sabaton History liefert alles was man wissen muss und auch anerkannte Historiker setzen sich mit der Band auseinander, also ist der dämliche Rechts oder Nazivorwurf schon mal allerfeinster Müll. Vor allen Dingen kommt da gleich Schnappatmung wenn einer ne Uniform trägt oder ein Panzer auf der Bühne rumsteht. Vielleicht mal den antrainierten Reflex ausschalten, er überall nur Böses sehen will. Musikalisch absolut tight und unangreifbar und eine eigene Marke seit über 20 Jahren. Das belegen Hunderttausende auf Festivals und Konzerten und wer sagt, sie sind kein Metal der hat keine Ahnung von Metal und von Power Metal sowieso nicht. Wer sich über Power Chords aufregt kann auch kein Metalkenner sein. Guck mal Metallica, Manowar oder Amon an. Alles Bands wie Sabaton die einfach und komplex können. Wüsste man alles wenn man sich informieren, und nicht dumm rumschwallen würde. Aber man weiß ja wo es herkommt. Sabaton singen über Krieg und was er aus uns Menschen macht und Linke sehen da gleich den Nazi und objektiv wird dann eh nicht mehr geurteilt. Wie gesagt. 35 Jahre in der Szene und noch nie Nazis gesehen, bei Sabaton sowieso nicht.
InCrustWeTrust hat das wunderbar auf den Punkt gebracht und ich muss Christian Ehring hier auch echt ein Lob aussprechen, dass er sich so viel Zeit genommen hat, uns hier zu erheitern.
Ohje, Meddler am streiten, ob Lärmbelästigung a) besser oder schlechter ist als Lärmbelästigung b).
Ködern will gelernt sein
DAS ist noch richtige Musik. All die Weiber mit ihren Panflöten, Harfen und Togen sollen da schön zuhause bleiben.
Find ich auch. Hier gibts nur Damen, die auf Drogen am Hafen mit Spanferkeln spielen.
Wacken (als Vertreter der Giga-Festivals) ist neben Flatrate-Streaming und den Ticket-Monopolisten eines der größten Probleme der modernen Musikindustrie und gehört selbstnatürlich boykottiert.
@nolte
Selbstlöschung einleiten. Danke!
Wie kann man bitte bei 36°C auf so einem Festival herumspringen? 36°C sind ja schon im Schatten unerträglich.
Wenn man sich danach um die medizinische Behandlung selbst kümmert, kann man das gerne machen. In Wahrheit dürften aber die anliegenden Krankenhäuser voll mit Ü40-Stinke-Zotteln sein.
"Erster Cholera-Ausbruch seit über hundert Jahren im Raum Hamburg, keinerlei Korrelation mit hygienisch fragwürdigen Meddl-Festivals"
Haha. Wie seid ihr denn drauf? Was sind das für dämliche Klischess über Metalhörer? Stinken und waschen sich nicht, übergewichtig und verlottert. Schreibt ihr für die BILD?
Im laut.de-Lore sind Metalhörer genau das
Hip-Horcher sind Einzeller in einer Deowolke, Reggaetonnen selbstgebräunte Rapey-Schmierlapps, K-Popser durch soziale Vernachlässigung im Alter von 12 stehen gebliebene Stubenhocker, deren bester Freund jeweils das nischigst vorstellbare Digimon ist.
Ach ja, und natürlich würde jeder von uns sich ohne zu zögern ein Knie abhacken, um eine Nacht mit den Amigos verbringen zu können.
@pigmento
Ist selbstironischer Spaß, mehr nicht.
Sry,
ich hatte das bei Wacken neulich kurz vergessen.
Hatte wieder mal nen schlechten Tag und habe irgendwas verteidigt, was nicht mal mit romantisch- verkratzter Brille verteidigungswürdig ist. (Wtf?)
Völlig außer Frage steht, dass die Idiotenpotenz überall ziemlich hoch is, sogar neuerdings im Hardcore!
...und leider auch exponentiell* wächst,
*mit & ohner anekdotischer Evidenz.
Ich fand Def Leppard entäuschend...
Songs wie Foolin, Lady Strange oder Billys got a gun fehlten. Es war leider nach Switch 625 langweilig.
Nach 6h Infield brauchte es mM Songs die Energie senden und nicht nehmen...
Wir sind dann gegangen.