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Pöbel unter Verdacht, Teil 2

Pöbel MCs eigenes Statement in dieser Sache hilft mir leider auch nicht so recht. Das hat er zu sagen:


Kurz: Er nimmt die Vorwürfe ernst, weil wir alle nicht frei von Fehlern sind, und sagt die restlichen Gigs des Jahres ab, um zu reflektieren. Aber sie sind auch absolut falsch. Ja, was denn nun?

Ich checke ehrlich nicht. Weil es gibt ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist da etwas dran und Pöbel spielt jetzt jeden Trick der Image-Rettung, um das Thema zu überwintern. Ein halbes Jahr Konzerte abzusagen, ist ja auch für einen kleineren Artist nicht gerade eine Handumdrehens-Entscheidung.

Gleichzeitig: Da ich auch nicht weiß, worin die Vorwürfe eigentlich bestehen und was es damit auf sich hat, fällt es mir als Außenstehendem wirklich schwer, mir ein Urteil zu bilden. Ein Festival sagt, es gebe Vorwürfe. Der Artist sagt, sie seien falsch. Wo ist hier jetzt die Basis für eine Aufarbeitung? Ich versteh die perspektivische Richtung, wie das jetzt weitergehen soll, nicht so recht. Wird Pöbel also irgendwann noch einmal in der Sache an uns herantreten? Oder jemand vom Festival? Oder wird das jetzt, wie so oft, einfach mit der Zeit versumpfen? Mir scheint ja, dass es wahrscheinlich auf letzteres hinausläuft.

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3 Kommentare

  • Vor 13 Tagen

    Er hat geschrieben "in erheblichen Teilen definitiv falsch", nicht "absolut falsch". Also ja, er räumt anscheinend ein, sich schlecht verhalten zu haben, aber sagt gleichzeitig damit unterschwellig, dass Konzertabsage unnötig sei.

    Außerdem finde ich den Ansatz von No Borders auch schwach, bei allem Vertrauen an die Opfer: Eine große Ankündigung machen, dass man einen Künstler wegen "Anschuldigungen" nicht auftreten lässt, aber nicht konkret benennen, um welche Vorwürfe es geht, ist auch irgendwo nichtssagend. Ich verstehe schon den Punkt, dass man die mutmaßlichen Opfer schützen will, aber dann hätte man auch ohne große Wirkung sagen können, dass das Konzert aus persönlichen Gründen abgesagt wird. Wenn sowieso alles im Hintergrund geklärt werden soll und man nicht benennen will, worum es geht, warum dann überhaupt die Öffentlichkeit mit einem vage formulierten Statement mit reinziehen?

  • Vor 9 Tagen

    Ich kenne ihn persönlich. Ist aber schon ne Weile her, dass wir miteinander zu tun hatten (vor Covid).

    Er war damals schon ein unangenehmer Typ, der auf reflektiert tut. Ich war aber noch zu jung, um es zu checken. Er hat einem unangemessene Fragen gestellt und mit Frauen gespielt.

    Dachte es hätte sich was geändert, aber here we are.

    Übrigens hat sich NIEMAND in meinem Umfeld gewundert, dass es jetzt dazu gekommen ist - war nur eine Frage der Zeit.

  • Vor 9 Tagen

    Ah cool, dann weißt du ja, was passiert ist. Kannst du das mit uns teilen?