18 Karat abgeschobenKonsequenzen seines Handelns hat auch 18 Karat zu spüren bekommen. Wegen Drogenhandels im großen Stil wurde er Ende 2022 zu einer über sechsjährigen Haftstrafe verurteilt und saß deswegen in Dortmund im Gefängnis. "Saß", Vergangenheitsform: Am Dienstag hatte das Oberverwaltungsgericht …
Der ist Wiederholungstäter. Pech gehabt. Chance verkackt. Du glaubst doch nicht, dass der demnächst als Maler und Lackierer gearbeitet hätte, statt seine Knastkarriere mit neuem Output zu feiern. Wenn es die Mittel gibt (EU-legitimiert), kann sowas weg.
Ich stehe der von der Autorin im Zuge der letzten drei Posts geforderten Genauigkeit und Eindeutigkeit in der Beurteilung menschlicher Verfehlungen^Lebensumstände*Zukunft/Bühne hilflos gegenüber.
Typisch deutsch mal wieder diese Mischung aus Inkonsequenz und Bürokratie. Entweder hätte man ihn direkt abschieben müssen oder er sitzt seine Haftstrafe hier ab und bekommt dann eine zweite Chance. Aber so macht das überhaupt keinen Sinn.
ladonic bruder du musst wissen auch viele deutsche sind kriminell und wenn du sagst kriminelle in land müssen deutsch sein und alle anderen müssen weg dann das ist sehr rassistischer haltung
Exakt. Und wer entscheidet zukünftig überhaupt darüber, was kriminell ist? Der Bundeskanzler? Ist dann auch demnächst eine andere Meinung kriminell, z.B., dass Kapital doof ist? Muss ich dann auch weg, weil ich links bin? Lachen sich die Rechten dann kaputt, weil sie sich Jahre lang als Linke ausgegeben haben, um DAS endlich zu schaffen? Fragen über Fragen...
Ohne Akteneinsicht schwer zu beurteilen, jedoch kann ich euch erzählen, dass es in der Regel eher selten passiert, dass Personen mit Familiären Bindungen in den Flieger gesetzt werden. Hier ist anscheinend weder ein Bleiberecht nach Freizügigkeitsrecht, noch nach Aufenthaltsrecht übrig geblieben, was ein Indiz dafür ist, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.
Insbesondere im Freizügigkeitsrecht entsteht nach 5 Jahren Aufenthalt ein sehr gefestigtes Bleiberecht, welches nur aus sehr schwerwiegenden Gründen entzogen werden kann. Sollte es mal soweit sein, bleibt immer noch der Weg, bei Erfüllung entsprechender Tatbestände (zB Sorgerecht für ein Kind) ein Aufenthaltsrecht zu erteilen, was hier offenbar aufgrund der Schwere der Straftaten nicht mehr drin war.
„ was ein Indiz dafür ist, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.“
Was meinst du damit? Er wurde wegen mehrerer BTM-Verstöße zu 6,5 Jahren verurteilt. Das war es. Drogenkriminalität ist ein durch die Prohibition geschaffenes Problem. Das ist die eigentlich Gefahr, nicht der dumme Trottel, der sich zum Maultier machen ließ.
Ich meine, das es für BTM-Verstöße alleine eigentlich keine 6,5 Jahre gibt. Aber bro, der hatte ja schon ein wenig mehr im Kofferaum. Sicher haben wir nicht die beste Drogenpolitik, aber wir reden ja hier auch nicht über irgendeinen armen Typen, der wegen bisschen Gras den Führerschein und Job verliert.
Au contraire. Wenn meine Kinder irgendwann Drogen bei Dealern kaufen, dann ist das die Schuld des Gesetzgebers, der meine Kinder dafür kriminalisiert, dass sie Drogen kaufen wollen, dafür sorgt, dass sie keinen sicheren Zugang zu risikoarmen Drogen haben, und dafür sorgt, dass sie zu früh die Möglichkeit haben überhaupt Drogen eigenverantwortlich zu konsumieren.
@sir: „nicht die beste Drogenpolitik“?!? Aktiv gegen die fachlichen Einschätzungen von Spezialisten entschiedem, empirisch nachweisbar schlechtere outcomes für die Beteiligten, gegen besseres Wissen aufrecht erhalten, kostet und seit 71 unmengen an Geld, Arbeitskraft, Menschenleben. Wach auf.
Und zum Strafmaß und zu den Sachen für die er verurteilt wurde: glaubst du, dass die deutsche Justiz geheim hält, wofür jemand verurteilt wird?
@CAPS Dann leg doch die Urteilsbegründung vor, wenn Du denkst, dass er für ein paar Gramm Gras und eine Handvoll Pillen verticken sechseinhalb Jahre bekommen hat.
Der hat Kiloweise Gras geschmuggelt soviel ich weiß. Er wurde für Einfuhr und Handel von BTM in nicht geringfügigen Mengen verurteilt. Er wurde für ein Verbrechen verurteilt, bei dem er einer der geschädigten ist.
Sicherlich ist ein Verstoß gegen bestehende Regeln etwas, dass unterbunden werden muss, Regeln sind im Sozialen Strukturen wichtig, die Akteure die Regeln verletzen, kooperieren in Teilen nicht mehr mit dem Rest. Aber die Regeln sind in diesem Fall so, dass sie solche Regelverstöße geradezu bedingen. Ohne die Prohibition sind Drogen nachweislich weniger schlimm für die Gesellschaft und für die Individuen, einige der fälschlicherweise verbotenen Drogen haben (und hatten, das war früher auch schon bekannt) extrem großes Potential für die Behandlung einer Vielzahl psychischer Erkrankungen.
Die Geschichte, wie diese Verbote überhaupt erst entstanden sind, gibt dem ganzen noch ein ganz spezielles Geschmäckle.
Boah, das mit den Regeln...weiß nicht, finde es eigentlich gut, wenn man auch mal unfair spielt, dazwischen grätscht, einen auf die Socken verteilt und ggf. auch mal auf den Knöchel steigt. Subtiles Grenzen setzen ist viel mehr Ansichtssache, als es den Leuten glaubhaft gemacht wird...
"soviel ich weiß" Woher weißt Du es? Aus Berichten, oder aus der konkreten Urteilsbegründung?
Du kannst Dich hier nicht hinstellen und sir.mulansky widersprechen, der völlig korrekt sagt, dass es ohne Akteneinsicht ganz schwer zu beurteilen ist, und irgendwelche Theorien aufstellen, ohne eben alle relevanten Fakten und Umstände zu kennen.
Hast Du die Akteneinsicht, hast Du die Urteilsbegründung gelesen, oder ist das hier die für Kommentarspalten typische Mischung aus Halbwissen, Annahme und Bauchgefühl?
Aus der Berichterstattung der Presse, sowas ist doch selbstverständlich. Dir ist schon klar, dass der Prozess medial verfolgt wurde? Und das dementsprechend Reporter ihr Recht in Anspruch nahmen der Verhandlung beiwohnen zu dürfen. Und in diesem Punkt gibt es eigentlich null Unstimmigkeiten, es ist öffentlich bekannt, wofür er verurteilt wurde. Du wirkst zu uninformiert um über die Sache zu sprechen.
@CAPS Nur um sicher zu gehen, dass Du mich nicht auf den Arm nehmen willst, Du gehst jetzt nicht davon aus, dass Berichterstattung alles widergibt, was zu einer Urteilsfindung gehört und am Ende in der Urteilsbegründung aufgeführt wird, oder?
Ein Urteil, eine Urteilsbegründung umfast weit mehr als nur oberflächliche Betrachtungen, wie sie in Berichterstattungen verkürzt widergegeben werden. Da geht es nicht nur um die Menge, da geht es bei Drogen z.B. auch um den Wirkstoffgehalt, aber vor allem geht es in der Urteilsfindung auch um die Bewertung verschiedenster Begleitumstände, sprich wie, wann, warum, in welchem Maß, in welchem Umfeld, über welchen Zeitraum und so weiter. Es geht dabei auch darum, an wen Drogen z.B. verkauft wurden, oder wer möglicherweise gefährdet wurde. Dazu kommen noch etliche andere Punkte, wie z.B. eine Sozialprognose, die Kooperation bzw. Nicht-Kooperation des Angeklagten und so weiter.
All das kommt in einer Berichterstattung bestenfalls sehr oberflächlich und sehr verkürzt vor. In der Regel so gut wie gar nicht.
Gleiches trifft dann übrigens nicht nur zur ursprünglichen Verurteilung, sondern auch zur Abschiebung und deren Begründung zu.
Kurz gesagt, wer (und dabei meine ich nicht nur CAPS, sondern generell User in Kommantarspalten zu juristischen Themen) meint, er könne einen solchen Sachverhalt ohne die von sir.mulansky angeführte Akteneinsicht über ein Gefühl hinaus beurteilen, überschätzt sich gewaltig und hat sich vermutlich nie ernsthaft mit der juristischen Materie befasst.
Mulansky schrieb: „ Hier ist anscheinend weder ein Bleiberecht nach Freizügigkeitsrecht, noch nach Aufenthaltsrecht übrig geblieben, was ein Indiz dafür ist, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.“
Das ist falsch. Es sind nicht wesentlich mehr Straftaten zusammengekommen, er wurde verurteilt für Einfuhr und Handel mit nicht geringen Mengen. Im speziellen ging es um die Einfuhr mehrere Kilogramm Cannabis. Keine weiteren Straftaten, für die er verurteilt wurde.
Meine Argumentation ist dann: Das Gesetz, aufgrund dessen er hier verurteilt wurde, ist grundlegend falsch, hätte nie so verabschiedet werden dürfen und nie so aufrechterhalten.
Da ist mir berechtigter Weise scheißegal, wie gut das Gras war, für wen er gefahren ist oder wie kooperativ er vor Gericht war (wobei er ja ein Teilgeständnis abgelegt hat, in dem er sich entschuldigte und reumütig zeigte).
Nein, das ist kein Witz und im Gegensatz zu Dir verliere ich auch nicht jedes Mal meine Kinderstube, wenn mir die Argumente ausgehen bzw. mir KI nicht die nötigen Informationen liefern kann und ich deshalb auf eigenes Wissen zurückgreifen muss.
Mir ist es dabei reichlich egal, ob Du glaubst, Du könntest anhand von Berichterstattung beurteilen, was alles in ein Urteil eingeflossen ist, oder wie eine Entscheidung getroffen wurde. Mir ist lediglich wichtig, nicht weil Du es bist, sondern weil es so viele gibt, die das denken, darauf hinzuweisen, dass Infos aus Berichterstattung, Gefühl und Annahmen bei der Beurteilung juristischer Angelegenheiten schlicht nicht ausreichen. Nicht mehr, nicht weniger.
Junge, Theory, lies doch mal, anstatt hier Müll zu labern. Mulansky schreibt, dass der Verlust des Bleiberechtes nach Freizügigkeitsrecht oder Aufenthaltsrecht ein Indiz dafür sei, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt. Caps sagt, stimmt nicht, er beruft sich auf die Presse, die sich neben persönlichen Gesprächen mit der Rechtsanwältin des Beschuldigten wiederum auf die öffentlich einsehbare Pressemitteilung des OVG NRW beruft. In der Pressemitteilung kann man nachlesen, wofür er verurteilt wurde, und auch, warum seine familiären Bindungen nicht in Betracht gezogen wurden: https://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pre…
Aber ja, schwer, das ohne Akteneinsicht zu beurteilen, du bist da was ganz Heißem auf der Spur.
Ja, gueldi, aber woher willst du ohne AKTENEINSICHT wissen, ob die Zeitungen, die darüber berichtet haben nicht einfach gemeinschaftlich lügen?! Btw, kannst du dir überhaupt sicher sein, dass du die Ganze Scheiße nur nicht träumst?!?
ich denke auch das ist typisch deutsch für fordern akten einsicht weil ich und meine brüder kennen gelernt sehr viele richter in unsere leben und fast alle sind nazi
"Meine Argumentation ist dann: Das Gesetz, aufgrund dessen er hier verurteilt wurde, ist grundlegend falsch, hätte nie so verabschiedet werden dürfen und nie so aufrechterhalten."
sofern er nur/ausschließlich gras verkauft hat, was ich so als gegeben hinnehme... gras ist inzwischen legal. oder? der handel damit mag es nicht sein, aber er ist zumindest weniger kriminalisiert. sie gehen von einer weniger guten sozialprognose aus, weil er noch mit leuten aus dem drogenmillieu das label hat... aber defacto unsterstellt man ihm ja, dass er asap nur noch mit stärker kriminalisierten substanzen handeln würde... oder?
Ja, Bruder. Denke viele Deutsche werden in Zukunft Probleme kriegen mit der englischen Aussprache des Wortes Chat-Kontrolle. Akteneinsicht sagen dann nur noch Boomer und Alt-Linke.
@güldi Warum liest Du nicht selber? Ich habe sehr ausführlich, und dabei trotzdem nur angerissen, beschrieben, warum Berichterstattung, Presse, Pressemitteilungen nicht ausreichen und nur eine verkürzte Darstellung aller in Urteilen gewürdigten Umständen darstellen.
Warum ist das für so viele nicht zu verstehen?
Im Übrigen habe ich mich nur daruf bezogen, dass sir sehr klar gesagt hat, dass ohne Akteneinsicht die Umstände schwer zu beurteilen sind und CAPS dem widersprochen hat und sich dabei auf Berichterstattung bezieht.
Nicht mehr, nicht weniger.
Aussagen wie "ob die Zeitungen, die darüber berichtet haben nicht einfach gemeinschaftlich lügen?!" sind dabei natürlich auch wieder Ausdruck von CAPSens Leseschwäche, denn niemand unterstellt den Berichten, dass sie gelogen wären. Sie sind noch nicht einmal falsch, sie sind lediglich verkürzt und oberflächlich.
Um das einmal zu verdeutlichen, Urteilsbegründungen haben selbst bei einfachen Sachverhalten durchschnittlich mehr als 5 Seiten, können aber, je umfangreicher, komplizierter oder vielschichtiger die Angelegenheit ist, auch hohe zweistellige bis über 100 Seiten haben. All das, was darin berücksichtigt wird, und somit in die Entscheidungsfindung des Gerichts eingeflossen ist, kann gar nicht in einem einseitigen Pressebericht wiedergegeben werden, ohne sich auf wenige Einzelaspekte zu konzentrieren.
@scroto "sofern er nur/ausschließlich gras verkauft hat, was ich so als gegeben hinnehme... gras ist inzwischen legal. oder? der handel damit mag es nicht sein, aber er ist zumindest weniger kriminalisiert."
Auch wenn wir das jetzt mal so hinnehmen und nur auf diesen Teil blicken, dann ist es für die Urteilsfindung auch immer noch wichtig wie beschafft wurde, um welche Mengen es sich gehandelt hat, wie und an wen es verkauft wurde und so weiter und so fort.
Nur als Beispiel zum besseren Verständnis: Es macht einen Unterschied für die Urteilsfindung, ob z.B. nur an erwachsene Konsumenten verkauft wurde, oder ob evtl. gezielt schon an Kinder verkauft wurde.*
*Nur als Beispiel zum Verständnis, nicht als Bezug zum konkreten Fall zu verstehen.
6,5 Jahre ist für Gras schieben ein ziemlich hartes Urteil, zumindest da sollten wir uns doch hier einig sein, oder? Ich hab mich weder mit der Presse, noch mit dem Typen beschäftigt, aber bei so einem Prozess wird der Werdegang vom Kindheitsalter an durchleuchtet und meiner Erfahrung nach habe ich noch für keine Grasdealerei (inklusive Vorhandensein von Familie) so ein Strafmaß gesehen. (Bin in der Verwaltung).
Daher meine Vermutung, dass es vllt schon eine Bewährung gab oder er in Vergangenheit bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Damit haben sich wahrscheinlich sehr viele Leute beschäftigt, die jeweils nicht zum Ergebnis gekommen sind, dass das einfach nur ein kleiner Hirni ist, der mal ein paar Kilo Gras gefahren hat.
Es gab wohl schon vorher Straftaten. Abgesehen davon gab es für bandenmäßige Verstöße mit nicht geringen Menge schon immer immer Strafen in dieser Größenordnung, du kannst nicht von deiner persönlichen Erfahrung auf Allgemeingültigkeit schließen.
Die Leute, die sich damit beschäftigt haben, haben das unter der Annahme getan, dass das BtmG hier unterhinterfragt als Entscheidungsgrundlage dienen muss. Ich sage aber, dass das BtmG die Ursache für Drogenkriminalität ist. Ja, diejenigen, die dagegen verstoßen, verstoßen gegen ein beschlossenes Gesetz, aber das Gesetz wurde gegen fachliche Einschätzungen von Experten beschlossen und schadet den Bürgern der BRD (fahrlässig oder mutwillig). Das Gesetz schafft überhaupt erst die Möglichkeit für jemanden wie 18 Karat an einem kurzen, ruhigen Arbeitstag einen vierstelligen Betrag zu verdienen. Das Gesetz sorgt für mehr Tote, mehr Kranke, mehr Leid, mehr Arbeit, mehr Kriminalität, mehr zerstörte Familien. Ich argumentiere hier nicht für den Trottel sondern anlässlich dieses Falls gegen das Gesetz.
"Es gab wohl schon vorher Straftaten" Klingt ja heute schon ein wenig anders, haben die Medien doch was verschwiegen?
Aber ja, denk ich halt auch. Ich habe Mordurteile gelesen, die mit weniger Zeit bestraft wurden (Inklusive nicht entzogenes Bleiberecht) und denke schon, das man da mit der Zeit eine ungefähre Ahnung davon bekommt, was bei noch laufenden Verfahren am Ende mal rauskommen wird. Letztlich bleibt es aber natürlich immer eine Einzelfallentscheidung und bis zum Richter hat es bei mir auch nicht gereicht.
Zerstörte Familien, Karrieren, etc gibt's auch dank legalen Drogen und Süchten, auch wenn ich grundsätzlich bei dir bin, was die Drogenpolitik angeht. Aber gibt's denn ein Land, in dem alles erlaubt ist, alle aufgeklärt sind und hohe Beträge an Steuergeldern für Hilfsprogramme und co draufgehen? Immerhin in Sachen Prävention, Hilfe und auf Vereinsebene hat man hier schon viele Angebote.
Seit der "Legalisierung" ist es btw erheblich teurer geworden, wenn man mal mit kleinen Delikten erwischt wird. (ZB beim Konsum in Schulnähe) Früher gab's mal einen Strafbefehl für 100 bis 200 Euro, heute gibts zwar nicht direkt einen Eintrag ins Zeugnis, jedoch sind die Bußgelder zT wesentlich höher, wenn man am falschen Ort bufft oder ein G zu viel einstecken hat.
Ich verachte ihn für seine Müllmusik, aber der ist doch einfach nur ein minderbemittelterTyp aus schlechten Verhältnissen, der paar mal ein paar Kilo Gras gefahren hat. Seine Fucking Müllmusik mag eine Gefahr für die Gesellschaft sein, aber seine Art der Musik kann nur entstehen in einer Welt, in der das Phänomen Verbrechen eine große Rolle spielt, und das tut es in unserer Gesellschaft unter anderem auch dadurch, dass wir eine „Drogenpolitik“ verfolgt, die für alle direkt Beteiligten negative Auswirkungen hat und dazu führt, dass es mehr Beteilige gibt.
mein griff um die realität ist mitunter sehr locker, deswegen würde ich dinge, an die ich mich erinnere, nicht überschätzen... aber hat 18 nid während dem prozess ausgesagt, er sei erst durch das rapgame wirklich zum ticker geworden? so nachdem motto, er habe so viel darüber gerappt, dass er dann irgendwie auch mit drogen handeln musste. er hatte keine andere wahl. und dani hat das dann quittiert mit "Höhöhö ich dachte, wir machen vor dem richter keine aussage höhöhö"
18 Karat ist einer der größten talentfreien Spacken die die Deutschrapszene je hervorgebracht hat. Seine Musik ist fremdschamerregend schlecht und unhörbar. Trotzdem bleibt abschieben eine nicht zu duldende Praxis einer hilflosen reaktionären Politik die in einem Land das universelle Menschenrechte proklamiert nichts zu suchen hat.
Ich freue mich für Portugal, dass sie nach seiner Haftentlassung und Abschiebung einen rehabilitierten Menschen empfangen können. Ich schäme mich für Deutschland, dass sie Herrn Karat in ein Land abschieben, welches für die Abschaffung der Kunstfreiheit im Speziellen und die Abschaffung der Demokratie im Allgemeinen bekannt ist.
Menschenrechtsverletzungen a la nordkoream gehören zum alltag der menschen
18 Karat abgeschobenKonsequenzen seines Handelns hat auch 18 Karat zu spüren bekommen. Wegen Drogenhandels im großen Stil wurde er Ende 2022 zu einer über sechsjährigen Haftstrafe verurteilt und saß deswegen in Dortmund im Gefängnis. "Saß", Vergangenheitsform: Am Dienstag hatte das Oberverwaltungsgericht …
ich denke jetzt muss auch sehen der letzte das deutschland ist faschistoide staat
Der ist Wiederholungstäter. Pech gehabt. Chance verkackt. Du glaubst doch nicht, dass der demnächst als Maler und Lackierer gearbeitet hätte, statt seine Knastkarriere mit neuem Output zu feiern. Wenn es die Mittel gibt (EU-legitimiert), kann sowas weg.
Ich stehe der von der Autorin im Zuge der letzten drei Posts geforderten Genauigkeit und Eindeutigkeit in der Beurteilung menschlicher Verfehlungen^Lebensumstände*Zukunft/Bühne hilflos gegenüber.
Typisch deutsch mal wieder diese Mischung aus Inkonsequenz und Bürokratie. Entweder hätte man ihn direkt abschieben müssen oder er sitzt seine Haftstrafe hier ab und bekommt dann eine zweite Chance. Aber so macht das überhaupt keinen Sinn.
ladonic bruder du musst wissen auch viele deutsche sind kriminell und wenn du sagst kriminelle in land müssen deutsch sein und alle anderen müssen weg dann das ist sehr rassistischer haltung
Exakt. Und wer entscheidet zukünftig überhaupt darüber, was kriminell ist? Der Bundeskanzler? Ist dann auch demnächst eine andere Meinung kriminell, z.B., dass Kapital doof ist? Muss ich dann auch weg, weil ich links bin? Lachen sich die Rechten dann kaputt, weil sie sich Jahre lang als Linke ausgegeben haben, um DAS endlich zu schaffen? Fragen über Fragen...
Ohne Akteneinsicht schwer zu beurteilen, jedoch kann ich euch erzählen, dass es in der Regel eher selten passiert, dass Personen mit Familiären Bindungen in den Flieger gesetzt werden. Hier ist anscheinend weder ein Bleiberecht nach Freizügigkeitsrecht, noch nach Aufenthaltsrecht übrig geblieben, was ein Indiz dafür ist, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.
Insbesondere im Freizügigkeitsrecht entsteht nach 5 Jahren Aufenthalt ein sehr gefestigtes Bleiberecht, welches nur aus sehr schwerwiegenden Gründen entzogen werden kann. Sollte es mal soweit sein, bleibt immer noch der Weg, bei Erfüllung entsprechender Tatbestände (zB Sorgerecht für ein Kind) ein Aufenthaltsrecht zu erteilen, was hier offenbar aufgrund der Schwere der Straftaten nicht mehr drin war.
„ was ein Indiz dafür ist, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.“
Was meinst du damit? Er wurde wegen mehrerer BTM-Verstöße zu 6,5 Jahren verurteilt. Das war es. Drogenkriminalität ist ein durch die Prohibition geschaffenes Problem. Das ist die eigentlich Gefahr, nicht der dumme Trottel, der sich zum Maultier machen ließ.
Was für ein beschränkter Blickwinkel... hört aber spätestens auf wenn deine Kinder da kaufen
Ich meine, das es für BTM-Verstöße alleine eigentlich keine 6,5 Jahre gibt. Aber bro, der hatte ja schon ein wenig mehr im Kofferaum. Sicher haben wir nicht die beste Drogenpolitik, aber wir reden ja hier auch nicht über irgendeinen armen Typen, der wegen bisschen Gras den Führerschein und Job verliert.
Au contraire. Wenn meine Kinder irgendwann Drogen bei Dealern kaufen, dann ist das die Schuld des Gesetzgebers, der meine Kinder dafür kriminalisiert, dass sie Drogen kaufen wollen, dafür sorgt, dass sie keinen sicheren Zugang zu risikoarmen Drogen haben, und dafür sorgt, dass sie zu früh die Möglichkeit haben überhaupt Drogen eigenverantwortlich zu konsumieren.
@sir: „nicht die beste Drogenpolitik“?!? Aktiv gegen die fachlichen Einschätzungen von Spezialisten entschiedem, empirisch nachweisbar schlechtere outcomes für die Beteiligten, gegen besseres Wissen aufrecht erhalten, kostet und seit 71 unmengen an Geld, Arbeitskraft, Menschenleben. Wach auf.
Und zum Strafmaß und zu den Sachen für die er verurteilt wurde: glaubst du, dass die deutsche Justiz geheim hält, wofür jemand verurteilt wird?
@CAPS
Dann leg doch die Urteilsbegründung vor, wenn Du denkst, dass er für ein paar Gramm Gras und eine Handvoll Pillen verticken sechseinhalb Jahre bekommen hat.
Der hat Kiloweise Gras geschmuggelt soviel ich weiß. Er wurde für Einfuhr und Handel von BTM in nicht geringfügigen Mengen verurteilt. Er wurde für ein Verbrechen verurteilt, bei dem er einer der geschädigten ist.
Sicherlich ist ein Verstoß gegen bestehende Regeln etwas, dass unterbunden werden muss, Regeln sind im Sozialen Strukturen wichtig, die Akteure die Regeln verletzen, kooperieren in Teilen nicht mehr mit dem Rest. Aber die Regeln sind in diesem Fall so, dass sie solche Regelverstöße geradezu bedingen. Ohne die Prohibition sind Drogen nachweislich weniger schlimm für die Gesellschaft und für die Individuen, einige der fälschlicherweise verbotenen Drogen haben (und hatten, das war früher auch schon bekannt) extrem großes Potential für die Behandlung einer Vielzahl psychischer Erkrankungen.
Die Geschichte, wie diese Verbote überhaupt erst entstanden sind, gibt dem ganzen noch ein ganz spezielles Geschmäckle.
Boah, das mit den Regeln...weiß nicht, finde es eigentlich gut, wenn man auch mal unfair spielt, dazwischen grätscht, einen auf die Socken verteilt und ggf. auch mal auf den Knöchel steigt. Subtiles Grenzen setzen ist viel mehr Ansichtssache, als es den Leuten glaubhaft gemacht wird...
"soviel ich weiß"
Woher weißt Du es? Aus Berichten, oder aus der konkreten Urteilsbegründung?
Du kannst Dich hier nicht hinstellen und sir.mulansky widersprechen, der völlig korrekt sagt, dass es ohne Akteneinsicht ganz schwer zu beurteilen ist, und irgendwelche Theorien aufstellen, ohne eben alle relevanten Fakten und Umstände zu kennen.
Hast Du die Akteneinsicht, hast Du die Urteilsbegründung gelesen, oder ist das hier die für Kommentarspalten typische Mischung aus Halbwissen, Annahme und Bauchgefühl?
Aus der Berichterstattung der Presse, sowas ist doch selbstverständlich. Dir ist schon klar, dass der Prozess medial verfolgt wurde? Und das dementsprechend Reporter ihr Recht in Anspruch nahmen der Verhandlung beiwohnen zu dürfen. Und in diesem Punkt gibt es eigentlich null Unstimmigkeiten, es ist öffentlich bekannt, wofür er verurteilt wurde. Du wirkst zu uninformiert um über die Sache zu sprechen.
" Du wirkst zu uninformiert um über die Sache zu sprechen" ist das nicht yngwie grundvoraussetzung um an diskussionen im internet zu partizipieren?
Uninformiert oder uniformiert?
@CAPS
Nur um sicher zu gehen, dass Du mich nicht auf den Arm nehmen willst, Du gehst jetzt nicht davon aus, dass Berichterstattung alles widergibt, was zu einer Urteilsfindung gehört und am Ende in der Urteilsbegründung aufgeführt wird, oder?
Ein Urteil, eine Urteilsbegründung umfast weit mehr als nur oberflächliche Betrachtungen, wie sie in Berichterstattungen verkürzt widergegeben werden. Da geht es nicht nur um die Menge, da geht es bei Drogen z.B. auch um den Wirkstoffgehalt, aber vor allem geht es in der Urteilsfindung auch um die Bewertung verschiedenster Begleitumstände, sprich wie, wann, warum, in welchem Maß, in welchem Umfeld, über welchen Zeitraum und so weiter. Es geht dabei auch darum, an wen Drogen z.B. verkauft wurden, oder wer möglicherweise gefährdet wurde.
Dazu kommen noch etliche andere Punkte, wie z.B. eine Sozialprognose, die Kooperation bzw. Nicht-Kooperation des Angeklagten und so weiter.
All das kommt in einer Berichterstattung bestenfalls sehr oberflächlich und sehr verkürzt vor. In der Regel so gut wie gar nicht.
Gleiches trifft dann übrigens nicht nur zur ursprünglichen Verurteilung, sondern auch zur Abschiebung und deren Begründung zu.
Kurz gesagt, wer (und dabei meine ich nicht nur CAPS, sondern generell User in Kommantarspalten zu juristischen Themen) meint, er könne einen solchen Sachverhalt ohne die von sir.mulansky angeführte Akteneinsicht über ein Gefühl hinaus beurteilen, überschätzt sich gewaltig und hat sich vermutlich nie ernsthaft mit der juristischen Materie befasst.
Noch einmal für ganz langsame:
Mulansky schrieb:
„ Hier ist anscheinend weder ein Bleiberecht nach Freizügigkeitsrecht, noch nach Aufenthaltsrecht übrig geblieben, was ein Indiz dafür ist, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.“
Das ist falsch. Es sind nicht wesentlich mehr Straftaten zusammengekommen, er wurde verurteilt für Einfuhr und Handel mit nicht geringen Mengen. Im speziellen ging es um die Einfuhr mehrere Kilogramm Cannabis.
Keine weiteren Straftaten, für die er verurteilt wurde.
Meine Argumentation ist dann: Das Gesetz, aufgrund dessen er hier verurteilt wurde, ist grundlegend falsch, hätte nie so verabschiedet werden dürfen und nie so aufrechterhalten.
Da ist mir berechtigter Weise scheißegal, wie gut das Gras war, für wen er gefahren ist oder wie kooperativ er vor Gericht war (wobei er ja ein Teilgeständnis abgelegt hat, in dem er sich entschuldigte und reumütig zeigte).
„Ich meine, das es für BTM-Verstöße alleine eigentlich keine 6,5 Jahre gibt“
In einem „besonders schweren Fall“ (als was meist erwerbsmäßig und nicht geringe Menge schon automatisch eingestuft wird) gibt es kein Höchststrafmaß.
Gratulation, ElMassivo zum wohl ersten richtigen OP =). Aber wie sagte Pispers so schön: es gibt den einen Staat und den anderen
...
@CAPS
Willst Du wirklich auf diesem "ich hab das aus den Berichten"-Stammtischniveau bleiben? Bitte, gern.
Ich bin raus, denn ohne Akteneinsicht, ist das hier alles Kaffeesatzleserei.
Soll das ein Witz sein?
Oder bist du immernoch salzig ob der vielen Male, wo ich deinen Bullshit outgecallt habe?
Nein, das ist kein Witz und im Gegensatz zu Dir verliere ich auch nicht jedes Mal meine Kinderstube, wenn mir die Argumente ausgehen bzw. mir KI nicht die nötigen Informationen liefern kann und ich deshalb auf eigenes Wissen zurückgreifen muss.
Mir ist es dabei reichlich egal, ob Du glaubst, Du könntest anhand von Berichterstattung beurteilen, was alles in ein Urteil eingeflossen ist, oder wie eine Entscheidung getroffen wurde.
Mir ist lediglich wichtig, nicht weil Du es bist, sondern weil es so viele gibt, die das denken, darauf hinzuweisen, dass Infos aus Berichterstattung, Gefühl und Annahmen bei der Beurteilung juristischer Angelegenheiten schlicht nicht ausreichen.
Nicht mehr, nicht weniger.
Junge, Theory, lies doch mal, anstatt hier Müll zu labern.
Mulansky schreibt, dass der Verlust des Bleiberechtes nach Freizügigkeitsrecht oder Aufenthaltsrecht ein Indiz dafür sei, dass hier noch wesentlich mehr Straftaten zusammenkommen sind, als hier aufgezählt.
Caps sagt, stimmt nicht, er beruft sich auf die Presse, die sich neben persönlichen Gesprächen mit der Rechtsanwältin des Beschuldigten wiederum auf die öffentlich einsehbare Pressemitteilung des OVG NRW beruft. In der Pressemitteilung kann man nachlesen, wofür er verurteilt wurde, und auch, warum seine familiären Bindungen nicht in Betracht gezogen wurden:
https://www.ovg.nrw.de/behoerde/presse/pre…
Aber ja, schwer, das ohne Akteneinsicht zu beurteilen, du bist da was ganz Heißem auf der Spur.
Ja, gueldi, aber woher willst du ohne AKTENEINSICHT wissen, ob die Zeitungen, die darüber berichtet haben nicht einfach gemeinschaftlich lügen?! Btw, kannst du dir überhaupt sicher sein, dass du die Ganze Scheiße nur nicht träumst?!?
ich denke auch das ist typisch deutsch für fordern akten einsicht weil ich und meine brüder kennen gelernt sehr viele richter in unsere leben und fast alle sind nazi
"Meine Argumentation ist dann: Das Gesetz, aufgrund dessen er hier verurteilt wurde, ist grundlegend falsch, hätte nie so verabschiedet werden dürfen und nie so aufrechterhalten."
sofern er nur/ausschließlich gras verkauft hat, was ich so als gegeben hinnehme... gras ist inzwischen legal. oder? der handel damit mag es nicht sein, aber er ist zumindest weniger kriminalisiert.
sie gehen von einer weniger guten sozialprognose aus, weil er noch mit leuten aus dem drogenmillieu das label hat... aber defacto unsterstellt man ihm ja, dass er asap nur noch mit stärker kriminalisierten substanzen handeln würde... oder?
Ja, Bruder. Denke viele Deutsche werden in Zukunft Probleme kriegen mit der englischen Aussprache des Wortes Chat-Kontrolle. Akteneinsicht sagen dann nur noch Boomer und Alt-Linke.
chat kontrollen ist eine gute sache gegen feinde von demoktratie und ich habe nichts zu befuerchte
Du musst nicht akzeptieren, was Dir überhaupt nicht passt!
@güldi
Warum liest Du nicht selber? Ich habe sehr ausführlich, und dabei trotzdem nur angerissen, beschrieben, warum Berichterstattung, Presse, Pressemitteilungen nicht ausreichen und nur eine verkürzte Darstellung aller in Urteilen gewürdigten Umständen darstellen.
Warum ist das für so viele nicht zu verstehen?
Im Übrigen habe ich mich nur daruf bezogen, dass sir sehr klar gesagt hat, dass ohne Akteneinsicht die Umstände schwer zu beurteilen sind und CAPS dem widersprochen hat und sich dabei auf Berichterstattung bezieht.
Nicht mehr, nicht weniger.
Aussagen wie "ob die Zeitungen, die darüber berichtet haben nicht einfach gemeinschaftlich lügen?!" sind dabei natürlich auch wieder Ausdruck von CAPSens Leseschwäche, denn niemand unterstellt den Berichten, dass sie gelogen wären. Sie sind noch nicht einmal falsch, sie sind lediglich verkürzt und oberflächlich.
Um das einmal zu verdeutlichen, Urteilsbegründungen haben selbst bei einfachen Sachverhalten durchschnittlich mehr als 5 Seiten, können aber, je umfangreicher, komplizierter oder vielschichtiger die Angelegenheit ist, auch hohe zweistellige bis über 100 Seiten haben.
All das, was darin berücksichtigt wird, und somit in die Entscheidungsfindung des Gerichts eingeflossen ist, kann gar nicht in einem einseitigen Pressebericht wiedergegeben werden, ohne sich auf wenige Einzelaspekte zu konzentrieren.
@scroto
"sofern er nur/ausschließlich gras verkauft hat, was ich so als gegeben hinnehme... gras ist inzwischen legal. oder? der handel damit mag es nicht sein, aber er ist zumindest weniger kriminalisiert."
Auch wenn wir das jetzt mal so hinnehmen und nur auf diesen Teil blicken, dann ist es für die Urteilsfindung auch immer noch wichtig wie beschafft wurde, um welche Mengen es sich gehandelt hat, wie und an wen es verkauft wurde und so weiter und so fort.
Nur als Beispiel zum besseren Verständnis:
Es macht einen Unterschied für die Urteilsfindung, ob z.B. nur an erwachsene Konsumenten verkauft wurde, oder ob evtl. gezielt schon an Kinder verkauft wurde.*
*Nur als Beispiel zum Verständnis, nicht als Bezug zum konkreten Fall zu verstehen.
"Warum ist das für so viele nicht zu verstehen?"
Möglicherweise Mangel an Akteneinsicht?
Gueldi hat doch mit seinem Link sowas Ähnliches wie AKTENEINSICHT gewährt, jetzt müsste euch ganzen Hirnis doch eigentlich Alles klar sein, oder?
Ich bin auch milde verwundert über das hier, was entweder massive Dummheit oder performative Scheiße zu sein scheint.
Ich bin für einen Austausch: Karat nach Portugal. Wir bekommen Ronaldo.
Ich denke, Pepe würde sehr gut hier her passen.
Oh ja, der müsste allerdings gleich in Einzelhaft!
6,5 Jahre ist für Gras schieben ein ziemlich hartes Urteil, zumindest da sollten wir uns doch hier einig sein, oder? Ich hab mich weder mit der Presse, noch mit dem Typen beschäftigt, aber bei so einem Prozess wird der Werdegang vom Kindheitsalter an durchleuchtet und meiner Erfahrung nach habe ich noch für keine Grasdealerei (inklusive Vorhandensein von Familie) so ein Strafmaß gesehen. (Bin in der Verwaltung).
Daher meine Vermutung, dass es vllt schon eine Bewährung gab oder er in Vergangenheit bereits mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Damit haben sich wahrscheinlich sehr viele Leute beschäftigt, die jeweils nicht zum Ergebnis gekommen sind, dass das einfach nur ein kleiner Hirni ist, der mal ein paar Kilo Gras gefahren hat.
Nach oben treten in allen Ehren, aber für den?
Es gab wohl schon vorher Straftaten. Abgesehen davon gab es für bandenmäßige Verstöße mit nicht geringen Menge schon immer immer Strafen in dieser Größenordnung, du kannst nicht von deiner persönlichen Erfahrung auf Allgemeingültigkeit schließen.
Die Leute, die sich damit beschäftigt haben, haben das unter der Annahme getan, dass das BtmG hier unterhinterfragt als Entscheidungsgrundlage dienen muss. Ich sage aber, dass das BtmG die Ursache für Drogenkriminalität ist. Ja, diejenigen, die dagegen verstoßen, verstoßen gegen ein beschlossenes Gesetz, aber das Gesetz wurde gegen fachliche Einschätzungen von Experten beschlossen und schadet den Bürgern der BRD (fahrlässig oder mutwillig). Das Gesetz schafft überhaupt erst die Möglichkeit für jemanden wie 18 Karat an einem kurzen, ruhigen Arbeitstag einen vierstelligen Betrag zu verdienen. Das Gesetz sorgt für mehr Tote, mehr Kranke, mehr Leid, mehr Arbeit, mehr Kriminalität, mehr zerstörte Familien. Ich argumentiere hier nicht für den Trottel sondern anlässlich dieses Falls gegen das Gesetz.
"Es gab wohl schon vorher Straftaten" Klingt ja heute schon ein wenig anders, haben die Medien doch was verschwiegen?
Aber ja, denk ich halt auch. Ich habe Mordurteile gelesen, die mit weniger Zeit bestraft wurden (Inklusive nicht entzogenes Bleiberecht) und denke schon, das man da mit der Zeit eine ungefähre Ahnung davon bekommt, was bei noch laufenden Verfahren am Ende mal rauskommen wird. Letztlich bleibt es aber natürlich immer eine Einzelfallentscheidung und bis zum Richter hat es bei mir auch nicht gereicht.
Zerstörte Familien, Karrieren, etc gibt's auch dank legalen Drogen und Süchten, auch wenn ich grundsätzlich bei dir bin, was die Drogenpolitik angeht. Aber gibt's denn ein Land, in dem alles erlaubt ist, alle aufgeklärt sind und hohe Beträge an Steuergeldern für Hilfsprogramme und co draufgehen? Immerhin in Sachen Prävention, Hilfe und auf Vereinsebene hat man hier schon viele Angebote.
Seit der "Legalisierung" ist es btw erheblich teurer geworden, wenn man mal mit kleinen Delikten erwischt wird. (ZB beim Konsum in Schulnähe)
Früher gab's mal einen Strafbefehl für 100 bis 200 Euro, heute gibts zwar nicht direkt einen Eintrag ins Zeugnis, jedoch sind die Bußgelder zT wesentlich höher, wenn man am falschen Ort bufft oder ein G zu viel einstecken hat.
„ Klingt ja heute schon ein wenig anders, haben die Medien doch was verschwiegen?
“
Ist ja nicht wofür er jetzt sitzt, sondern höchstens ein Faktor bei der Bemessung des Strafmaßes.
„Zerstörte Familien, Karrieren, etc gibt's auch dank legalen Drogen und Süchten“
Signifikant weniger. Sucht ist vor allem keine dezidierte Ursache, sondern eher ein Symptom anderer Probleme.
„Aber gibt's denn ein Land, in dem alles erlaubt ist, alle aufgeklärt sind und hohe Beträge an Steuergeldern für Hilfsprogramme und co draufgehen?“
Portugal. Schau dir Portugal an.
Natürlich nicht so überspitzt, wie du das ausgedrückt hast, aber geht in die Richtung.
Na dann ist der Bre doch jetzt in guten Händen.
(sieht wirklich nach Vorbild aus https://www.tagesschau.de/ausland/europa/p…)
Ich verachte ihn für seine Müllmusik, aber der ist doch einfach nur ein minderbemittelterTyp aus schlechten Verhältnissen, der paar mal ein paar Kilo Gras gefahren hat. Seine Fucking Müllmusik mag eine Gefahr für die Gesellschaft sein, aber seine Art der Musik kann nur entstehen in einer Welt, in der das Phänomen Verbrechen eine große Rolle spielt, und das tut es in unserer Gesellschaft unter anderem auch dadurch, dass wir eine „Drogenpolitik“ verfolgt, die für alle direkt Beteiligten negative Auswirkungen hat und dazu führt, dass es mehr Beteilige gibt.
mein griff um die realität ist mitunter sehr locker, deswegen würde ich dinge, an die ich mich erinnere, nicht überschätzen... aber hat 18 nid während dem prozess ausgesagt, er sei erst durch das rapgame wirklich zum ticker geworden? so nachdem motto, er habe so viel darüber gerappt, dass er dann irgendwie auch mit drogen handeln musste. er hatte keine andere wahl. und dani hat das dann quittiert mit "Höhöhö ich dachte, wir machen vor dem richter keine aussage höhöhö"
18 Karat ist einer der größten talentfreien Spacken die die Deutschrapszene je hervorgebracht hat. Seine Musik ist fremdschamerregend schlecht und unhörbar. Trotzdem bleibt abschieben eine nicht zu duldende Praxis einer hilflosen reaktionären Politik die in einem Land das universelle Menschenrechte proklamiert nichts zu suchen hat.
No border, no nation, auch für wack MCs!
Glaubt ihr, der wäre nach dem Knast Male und Lackierer geworden? Verbrecher haben ins unserem Land nichts zu suchen.
Aber, aber! Verbrecher wollen unser Land regieren!
https://www.tagesschau.de/inland/correctiv…
Sie versuchen es nach besten… ähhh
Lösch dich, Blauhemd
Ich freue mich für Portugal, dass sie nach seiner Haftentlassung und Abschiebung einen rehabilitierten Menschen empfangen können. Ich schäme mich für Deutschland, dass sie Herrn Karat in ein Land abschieben, welches für die Abschaffung der Kunstfreiheit im Speziellen und die Abschaffung der Demokratie im Allgemeinen bekannt ist.
Menschenrechtsverletzungen a la nordkoream gehören zum alltag der menschen
Ich möchte auch nach Portugal abgeschoben werden und dabei "18 Karat" heißen
Forca, Miguel... äh... Ivo...
Weg Damit...