2021 hatten seine Ex-Verlobte Evan Rachel Wood und mehrere andere Frauen Brian Warner alias Marilyn Manson sexuelle Gewalt und Missbrauch vorgeworfen. Einen Teil der Klagen konnte der Schockrocker beilegen, in einem Fall kommt es allerdings ab November nächsten Jahres zum Prozess. Ein Geschworenengericht …

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  • Vor 16 Stunden

    Ich finde es gut, dass sich ernsthaft mit der Platte auseinandergesetzt - und nicht pauschal niedergemacht wird.

    Ich möchte an der Stelle auch nicht auf das Privatleben von Manson eingehen. Das vielleicht ein ander Mal.

    Doch was gibt uns Manson 2026 musikalisch?

    Um das erörtern zu können, muss man etwas in die Vergangenheit blicken. Schon immer war der Name MARYLIN MANSON größer als seine eigentliche Musik - damit tritt er ganz klar auch in die Fusstapfen von Kollegen Alice Cooper.

    Aber was ist die Musik noch wert, wenn die Legende klein geworden ist? Es wird ernüchternd.

    Was also auf der Haben Seite? Manson hat eine coole Stimme und einen nicen Style. ABER: zu oft vergreift sich Manson musikalisch. Nach wie vor taugen seine Shouts - aber die werden immer seltener. Stattdessen dieses ewige Gejammere wie ein alter weißer Mann der zeigen will dass nichts an ihm liegt.. So nicht!

    Meine Meinung: We are Chaos wäre noch mal ein halbwegs geretteter Abschluss gewesen. Hätte der Mann damit nur aufgehört. Besser wäre natürlich noch gewesen er hätte irgendwann zwischen Holywood und Eat Me Drink me aufgehört

    • Vor 15 Stunden

      "Ich möchte an der Stelle auch nicht auf das Privatleben von Manson eingehen. Das vielleicht ein ander Mal."

      Es gibt da wenig Neues. Nur ist die Darstellung seines mutmaßlichen Missbrauchs als "Privatleben" etwas euphemistisch, fürchte ich.
      Ich bin nicht sicher, ob ich mir die Platte anhören werde. Hab seit 2021 nichts mehr von ihm hören können.

    • Vor 15 Stunden

      Dann höre die Platte nicht.. Du verpasst auch nichts.

  • Vor 16 Stunden

    antichrist superstar: 4,5/5
    mechanical animals: 4/5
    holywood: 4/5
    golden age: 4/5
    eat me drink me: 3,8/5
    high end: 3,2/5
    born villain: 3,3/5
    pale emperor: 3,8/5
    heaven upside: 3,5/5
    we are chaos: 3,9/5
    one ass 1: 2,9/5
    one ass 2: 3/5

    • Vor 15 Stunden

      Mit The Golden Age of Grotesque begann Manson irrelevant und unhörbar zu werden, was der Text des zweiten Tracks auf der Platte erschreckenderweise sogar noch ankündigte ("Everything has been said before / There's nothing left to say, anymore / (...) / So, let us entertain you")

      Das genau so hoch zu bewerten wie Holy Wood möchte ich fast als kriminell bezeichnen.

    • Vor 15 Stunden

      ja. er war halt dann reich, erfolgreich und saturiert. dadurch wurde sein sound beliebig und er wollte nun "künstler" sein und hat parallel bilder gemalt mit absinth... davor wollt er wütender gg allin rip off für akademiker sein...

    • Vor 15 Stunden

      golden age: 3,9

      Theoretisch war das Peak Manson. Das war die zeit wo er überall im TV war egal ob auf Taff oder TV Total. Das war die Zeit wo sogar Tainted Love im Radio kam und die Zeit wo das Best Of rauskam

      Aber ich verstehe was du meinst. golden Age ist etwas sehr direkt in die Fresse rein und nicht so deep aber es ist das letzte Manson Album das Spass machte zu hören.

      Wahrscheinlich war das Best Of der Top Moment um aufzuhören

  • Vor 16 Stunden

    "Mensch und Kunstfigur lassen sich bei dem Musiker ohnehin nur noch schwer voneinander trennen."

    Hätte man so nicht erwarten können. Traurig, dass es nach Jahrzehnten nun diese Wendung genommen hat. Ich sehne mich sehr nach den Zeiten, als alles noch so klar und separat war. Aber gut für ihn, dass er jüngst den Drogen abgeschworen hat.

  • Vor 15 Stunden

    finde tatsächlich auch das artwork der ASS Alben nicht gelungen

  • Vor 14 Stunden

    Nine Inch Nails für Leute, die NIUS lesen. 2 von 5 Punkten, weil er diesmal wenigstens keine superschlechte Coverversion auf dem Album hat.

    • Vor 11 Stunden

      nin und mm sind in meinen Ohren musikalisch doch sehr verschieden?

      und was hat das ganze jetzt mit NIUS zu tun?

      Und welche Coverversionen von MM findest du superschlecht? oder einfach alle?

      Bitte erkläre dich!

    • Vor 11 Stunden

      Hat der Trent net mal mitm MM mugge g'macht?

    • Vor 11 Stunden

      Klar, MM ist quasi das musikalische Kind von Trent Reznor. Damals bei Nothing Records hat Manson viel veröffentlicht und Trent hat ihn da lange begleitet.

    • Vor 11 Stunden

      @lama
      Der Unbesiegbare möchte damit sagen, dass er temporär der Der Unbedarfte ist.

    • Vor 10 Stunden

      Wer sich ernsthaft mit den Inhalten von Manson befasst, gerade Antichrist und Holy Wood, der wird schnell merken, dass Manson politisch absolut konträr zu dem gemeinen NIUS-Leser steht. Diese Aussage ist vollkommener Quatsch.

    • Vor 10 Stunden

      Es fiel in den letzten Jahren schon auf, dass MM nach den Vorwürfen gegen ihn bei Facebook und Co. von Leuten verteidigt wurde, die sonst auch Till Lindemann, Weimar und Co. supergeil finden und als Zeichen des Widerstands gern mal die Sachsen-Flagge vor ihrer Gartenlaube hissen. Ansonsten ja: Trent Reznor hat MM gerade zu Beginn seiner Karriere gefördert, ihn sogar unter Vertrag genommen und das erste Album produziert. Später hat Reznor Manson als "dümmlichen Clown" bezeichnet - auch wegen seines teilweise infantilen Verhaltens. Ich bin alt genug (nun ist es raus!), seinen Aufstieg damals mitverfolgt zu haben. Und was mich an ihm immer störte, war dieses Unsubtile, diese bewusst gesetzten Provokatiönchen, zugleich aber auch eine gewisse Kalkuliertheit. Oder wie der Guardian mal schrieb: "entry-level shock-rock", Schock-Rock für Einsteiger. Ich weiß, dass man das auch anders bewerten kann. Und ja, ich finde seine bekanntesten Coverversionen leider ziemlich Mist. Weil er Songs wie "Personal Jesus" oder "Sweet Dreams" ihrer Subtilität beraubt, dieser unterschwelligen Bedrohlichkeit und auch der Melancholie. Die Mehrdeutigkeiten fliegen bei ihm raus. Er springt dir ins Gesicht und ruft: "Bin ich nicht evil und geil?"

    • Vor 10 Stunden

      ich bin mir dessen schon gewusst, dass Trent MM entdeckt hat. Aber deswegen ist die Musik doch nicht gleich?!

      Ich kenne durchaus die Discography.. ich bin definitiv nicht unbedarft..

      Aber da haben in meinen Ohren ja Rob Zombie und Marilyn Manson noch mehr Ähnlichkeiten

    • Vor 10 Stunden

      Manson bediente sich schon ähnlicher ästhetischer Mittel wie Reznor - für mein Empfinden aber auf einer oberflächlicheren Ebene. Klar, eine Nähe zu Rob Zombie besteht auch. Es gibt aber für mein Empfinden einen bedeutenden Unterschied: Zombies Kunstfigur wirkt wie eine Figur aus einem Comic: grotesk und mit einem Augenzwinkern. Bei Manson ist diese Ironie durchaus auch teilweise erkennbar. Aber er hat diese Distanz irgendwann nicht mehr aufrecht erhalten, die Bühnenfigur verschmolz mit der öffentlichen Persona. Immer wieder handgreifliche Vorfälle, die eigen Musiker wie Dreck behandelt, manipulatives Verhalten...Ich muss das alles nicht geil finden. Vor allem, wenn ein Teil seiner Fans ihn gerade DESHALB anhimmelt (er ist ja doch evil und authentisch).

    • Vor 10 Stunden

      Ich hatte schon immer eine harte Abneigung gegen Menschen, die offensichtlichst ihre persönlichen Defizite mit extrem viel Style und "SCHAUT MICH AN!!!" in einem unbearbeiteten Zustand lassen wollen. Triggert sofort meine Weigerung, mit ihnen zu reden oder auch nur in ihre Richtung zu schauen. Viele springen darauf an, finden das interessant und aufregend. Jede Art von Aufmerksamkeit dafür ist für mich Methadon, überhaupt nicht grundsätzlich hilfreich - einfach endtraurig.

      Brian Warner war für mich schon immer so ein Fall. Und ja, Trent Reznor war ihm nicht nur kreativ, sondern auch in Sachen Progressivität/Wokeness/Anstand um Welten überlegen.

    • Vor 10 Stunden

      "Und was mich an ihm immer störte, war dieses Unsubtile, diese bewusst gesetzten Provokatiönchen, zugleich aber auch eine gewisse Kalkuliertheit. Oder wie der Guardian mal schrieb: "entry-level shock-rock", Schock-Rock für Einsteiger."

      Habe tatsächlich darüber nachgedacht und sehe es genauso. Industrial, den man noch im Tagesprogramm von MTViva durchwinken konnte.

      "... die Bühnenfigur verschmolz mit der öffentlichen Persona. Immer wieder handgreifliche Vorfälle, die eigen Musiker wie Dreck behandelt, manipulatives Verhalten..."

      Deswegen schwingt bei den Texten mittlerweile so ein gewisses Ekelgefühl mit. Musikalisch finde ich es bis auf ein paar Schwächen ganz ordentlich.

    • Vor 9 Stunden

      SDK: Zum Teil gebe ich Dir recht. Wenigstens in diese Richtung hat er sich nicht vereinnahmen lassen: Im Gegensatz zu einigen anderen Artits, die mit ähnlichen Vorwürfen konfrontiert wurden. Und da gab es ja mal dieses Video, wo er eine Figur malträtierte, die an Trump erinnert haben soll. Nur merken das halt jene Fans nicht, die meinen, jede Person, die unangenehm auffiel, für ihren Kulturkampf mobilisieren zu müssen. Und dann natürlich auch gleich übelste Täter-Opfer-Umkehr betreiben (die Ermittlungen gegen ihn wurden nicht deshalb eingestellt, weil er sich als unschuldig erwies, sondern weil ein Großteil der Vorwürfe schlicht verjährt war).

    • Vor 9 Stunden

      In den Köpfen dieser Hohlbrote ist man von allen Sünden freigesprochen, wenn ein Verfahren aus egal welchen Gründen endet. Kein Urteil = Alles gelogen. Und ich habe meine Zweifel, ob das im Falle eines Urteils wirklich anders wäre. Die Herren werden auf Podeste geschoben und man hält ihnen die Stange, egal was kommt (Pun intended)

    • Vor 8 Stunden

      Für mich bleibt Brian Warner der Junge aus Wunderbare Jahre mit der Brille.
      Bis zur dope Show waren einige Sachen dabei,
      die schon künstlerisch irgendwas eigenständiges hatten...
      Das Sweet Dreams Cover ist auch OK bis gut...
      Ganz schlimm fand ich aber tainted Love i-wie.

    • Vor 8 Stunden

      Ich kann ja auch einfach mal eine kleine Kostprobe der Facebook-Kommentare geben. Von LVZ, Sonic Seducer:

      "Diese Frauen waren alle nur auf Geld und Aufmerksamkeit aus. Wieso ziehen denn plötzlich einige der Frauen die Anklage zurück wo es brenzlig für sie wird und immer mehr Fakten aufgedeckt wurden?"

      "Keine Anklage? War so klar - sobald sie mit Geld gestopft sind ist alles vergessen. Wer jetzt noch glaubt das Manson schuldig war der ist einfach schräg gestrickt im Kopf."

      "Alles ausgedacht! Wie schnell man von einem Trauma mit Geld geheilt wird. Evan Rachel Wood ist ein Schlag ins Gesicht für echte Opfer."

      "Wieder hätten die Woken fast eine Karriere zerstört. Ich bin so froh, dass es ihnen nicht gelungen ist. Wer schützt uns vor ihnen?"

      "Lindemann und Manson auf Tour, man wäre das geil. Dann können einige unrasierte Damen mit Bart vor der Halle demonstrieren."

      "Seine Ex-Frau Dita sagt, er wäre der liebste Kerl der Welt. Aber die hat ja auch kein Geld gebraucht."

      "Und den wahren opfern wird dann net geglaubt, dank solcher menschen, die denken ach ich sag das jetzt ma so. egal, ob es stimmt oder nicht."

      "Die Schnepfe ist durch ihn erst berühmt geworden. Und jetzt auf einmal so was erzählen find ich scheiße. Ich glaub, die Bitch lügt..."

      Es sind hunderte derartige Kommentare. Immer wieder. Und ja: Natürlich gibt es auch Kommentare, in denen sich Fans differenziert äußern und ihre Solidarität mit den Frauen ausdrücken.

    • Vor 2 Stunden

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Stunden durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Stunden

      Auf die "Mechanical Animals" lasse ich nichts kommen. Das is peak Manson, aller eventueller Kalkuliertheit zum Trotz. Danach wurde er musikalisch irrelevant und moralisch sowieso ungenießbar.

    • Gerade eben

      Ja, liebe "Mechanical Animals" auch total, wie in einem anderen Kommentar erwähnt.

  • Vor 13 Stunden

    Etwas ungelenk, der erste Absatz. Maßvoller zwischendurch eingestreut hätten die Informationen mehr gehittet, und die komplette Rezension weniger als undeklarierte Reaktion auf die eigenen Ekelgefühle rüberkommen lassen.

  • Vor 12 Stunden

    Hab jetzt nichts Großes erwartet, aber wo beim Vorgänger noch die Gitarristin von Code Orange was bei den Gitarren-Wänden beigesteuert hat, sind hier die harten Tracks recht lasch, während die Atmosphärischen unter dem Niveau ala Eat Me, Drink Me liegen.

    Wenn ich ehrlich bin, kam nach Holywood nix Brauchbares mehr. Aber vielleicht würde es was bringen, wenn Manson mal jüngere Musiker, die Fans sind, zu den Aufnahmen gewinnen könnte, wie es mit Code Orange funktioniert hat... Falls er den nächsten Sex-Prozess überlebt.

  • Vor 8 Stunden

    Der Personenkult war immer größer als die tatsächliche Leistung im Kontext des Industrial Rock. Niemals komm ich in der Laune auf das Genre darauf, Manson anzumachen. Und dieses Album wird daran definitiv auch nichts mehr ändern. Habe aber auch nicht das Gefühl, seine Superfans kann eh nichts beirren, sie halten die Marke wirklich am Laufen.

    • Vor 8 Stunden

      Man streiche den letzten Satz, absoluter Gehirnfurz mal widda

    • Vor 5 Stunden

      "Mechanical Animals" finde ich schon ziemlich geil mit den ganzen Glam/Bowie-Einflüssen und aufgrund des Drag-Images. Ansonsten schmeiße ich eher andere Sachen wie HEALTH, Thief, Horskh oder halt das ältere Zeug in dem Bereich an.