Autsch!
Die Pitchfork-Review zu Tygas "$tarface"-Album fuhr bei Pitchfork übrigens die so seltene wie legendäre Null-Punkte-Wertung ein:

"Das seichte Pop-Konzeptalbum des Rappers ist eingebildet, selbstzufrieden und deprimierend. Seine pure Existenz macht die Welt zu einem schlechteren Ort."
Autsch.
Doja Cat scheint auch nicht so irre begeistert zu sein:
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Das Tragische an dem Album ist, dass es gar nicht durchgehend schlecht ist. Die ersten vier Songs – bei denen er massiv auf KI zurückgegriffen haben soll – sind eigentlich ziemlich catchy Tunes, die die damalige Ästhetik erstaunlich gut nachbilden: die Synth-Fanfaren, die einfachen, pulsierenden Basslines, die minimalistischen Beats. Und sie haben ausgerechnet auch diesen unfertigen Charme, der vielen damaligen Produktionen zu eigen war: das Schräge, leicht Unsaubere, zu dem der ausdruckslose Gesang wunderbar passt.
Das erinnert mitunter an obskure Synthpop- und New-Wave-Bands, die damals mit ihrem begrenzten Maschinenpark leicht schiefe, aber gerade deshalb großartige Musik machten – Visage, Gary Numan und Konsorten. Auch eine gute Portion Heavy Funk à la Rick James steckt in dem Sound.
Aber genau deshalb durfte Tyga wohl auch hoffen, damit durchzukommen: Für ungeschulte Ohren klingt das tatsächlich glaubhaft vintage. Er hatte ja zunächst sogar behauptet, mit altem Equipment gearbeitet zu haben.
Die zweite Hälfte ist – abgesehen vom groovigen „Gave U Racks“ – dann allerdings in jeder Hinsicht ein Komplettausfall. Da passt für mich gar nichts mehr.
Und das ist fast das Tragischste daran: Tyga hat das Projekt als Hommage an seine verstorbene Mutter angelegt, die eine große 80er-Liebhaberin war. Hätte er nicht ein paar kompetente Produzenten und Musiker finden können, die ihm diesen Sound tatsächlich bauen?